Downshifting: Tausche Arbeit gegen Leben
Der neue Trend aus den USA: Downshifting
Ein Superjob, ein Top-Gehalt, Extrem-Shopping, wann immer man Zeit dazu findet ... Wer träumt nicht von solch einem Leben auf der Überholspur? Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere: Superstress, ständig am Rande eines Herzinfarktes und kein Privatleben mehr! Die Freunde hat man zum letzten Mal an Weihnachten gesehen, und eine Beziehung funktioniert unter solchen Umständen sowieso nicht! Na, immer noch Lust auf Karriere? Eben nicht, sagen viele, und schalten ein paar Gänge runter. "Downshifting" heißt der aktuelle Trend, aus den USA, der auch bei uns immer mehr Anhänger findet. Das Motto: Mehr leben, weniger arbeiten!
Von Kerstin Kraska-Lüdecke
Nein zur Karriere
Das Prinzip des Downshifting wurde in den 90er-Jahren vom Management-Guru Charles B. Handy in die Welt gesetzt. Es handelt sich dabei um eine gesellschaftliche Bewegung, die das Leben vereinfachen, entschleunigen und damit bewusster und erfüllter machen will. Aktive Downshifter entscheiden sich für einen Lebensstil gegen die gängige Norm. Sie entziehen sich bewusst den üblichen Karrierewegen, nehmen es zur Steigerung der persönlichen Lebensqualität in Kauf, weniger zu verdienen, weniger Einfluss und Macht im Berufsleben zu haben. Downshifting bedeutet also, dass man versucht, sein Leben, sein Empfinden, seine Ansprüche und seine Energie in Einklang zu bringen, Familie und Beruf zu vereinen. Wer downshiftet, hält inne, hinterfragt und sucht sein ganz persönliches Glück im Leben, statt sich einfach willenlos vom Strudel des Alltags mitreißen zu lassen.













