26.08.2010 16:36:22 Bookmarks Seite versenden

Essverhalten: Emotionale Fallen vermeiden

Typische Ess-Falle: Schnelles Essen zum Mitnehmen
Bildquelle: dpa

Wie unsere Emotionen das Essverhalten steuern

Essen dient der Versorgung des Körpers mit Nährstoffen und Energie - soweit die Theorie. Tatsächlich essen wir aber meist, weil wir Lust auf etwas haben, uns schlecht fühlen oder weil wir uns langweilen. Kurz: Was und wann wir essen, wird von Emotionen gesteuert und führt uns oft in die Falle. Nur, wer diesen Zusammenhang kennt, kann sein Essverhalten langfristig ändern und Essfallen erfolgreich vermeiden.

Von Heike Elisabeth Schmidt

Wird ein Baby gestillt, fühlt es sich im Arm seiner Mutter geborgen und sicher. Bereits in diesem frühen Lebensstadium lernt unser Gehirn, Essen und Empfindung miteinander zu verknüpfen und die simple Nahrungsaufnahme mit Glücksgefühlen und Wohlbehagen zu assoziieren. In den Jahren darauf wird der Zusammenhang zwischen Emotionen und Essen immer komplexer. Beim Erwachsenen hat sich das Essverhalten zu einem komplizierten Geflecht aus Lust und Genuss, aber auch Reue und Scham entwickelt.

Als Erwachsene wissen wir auch: Essen kann dick und krank machen. Dem wohligen Genuss, den ein Becher Schoko-Mousse beim Essen vermittelt, folgt deshalb oft ein schlechtes Gewissen und der Vorsatz, sich für den Rest des Tages nur noch von Salat zu ernähren. Aus einem guten Gefühl wurde quasi im Löffel-Umdrehen ein schlechtes.

Ein Teufelskreis aus Essen, Reue und Buße

Bei einer Befragung des Allensbach-Institutes von 2008 gaben zehn Prozent der Befragten an, sie würden aus Frust oder Stress essen. Das klingt nicht nach einem Massenproblem, doch die Dunkelziffer derer, die gegen ihre schlechte Stimmung oder den Druck von außen an"fressen", dürfte weitaus höher sein. Zum einen ist vielen die emotionale Ursache ihres Frustessens gar nicht bewusst. Zum anderen fällt es uns schwer, den eigenen Kontrollverlust im Rahmen einer Befragung zuzugeben - sei sie auch noch so anonym.

Für Eva Gesine Baur, Autorin des Buches "Süße Gelüste. Wie die Stimmung uns beim Essen beeinflusst", liegt genau hier der Knackpunkt: Die Situationen, in denen wir zu viel vom Falschen essen, löschen wir anschließend wieder aus unserem Gedächtnis. Denn: Der kulinarische Kontrollverlust ist uns peinlich und verursacht Schuldgefühle. Beim letzten Brunch wurde uns schlecht, weil wir Unmengen von Lachs, Shrimps und Croissants in uns hineingestopft haben? Das ist zwei Wochen später, wenn wir vor dem nächsten Büfett stehen, schon längst wieder vergessen. Wir greifen beherzt zu und der Kreislauf beginnt von neuem.

Wer aber noch genau weiß, in welchen Situationen ihm das Maßhalten besonders schwer fällt, kann beim nächsten Mal besser auf die leckeren Verführer reagieren und den Teufelskreis aus Essen, Reue und Buße durchbrechen. Kurz: Nur wer seine Lieblings-Essfallen kennt, tappt in Zukunft nicht mehr hinein. Baur ist gelernte Köchin und hat sich in ihrem Buch eingehend mit dem Wechselspiel von Gefühlen und Essen auseinandergesetzt. Angelehnt an ihre Erkenntnisse stellen wir Ihnen hier die fünf häufigsten Essfallen vor und verraten Ihnen, wie Sie sie erfolgreich umgehen.

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Kommentare lesen (bisher 13 Kommentare)
06.09.2010 um 13:13 Uhr
Langeweile.......jaja..... :-/
06.09.2010 um 12:05 Uhr
ja emotionen können wirklich das essverhalten beeinflussen.entweder zu wenig oder zu viel! das gesunde maß ist oft auch im stressigen alltag ein problem
27.08.2010 um 11:38 Uhr
Und ich bin in die Essstörung gerutscht weil ich mir immer zuviele Gedanken ums Essen gemacht habe. Nun zähle ich jede Kalorie und mein Stoffwechsel ist im Arsch. Auch nicht besser. Wichtig ist ein gesundes Mittelmaß zu finden. Ich finde normal gewichtige Frauen viel schöner als magere Menschen kann es aber bei mir selber nicht vorstellen :( traurig!
21.02.2010 um 18:42 Uhr
ist euch schonmal aufgefallen das nur sportler süßkram werbung machen.Ist klar das man ihnen das nicht ansieht. Fußballer für nuss-nougatcreme, Boxer für milchschnitte,Heidi (ok kein sportler aber model) Für Mc, Tanja Tschewschtenko von alles was zählt ja glaube auch für Pommes. Mh,.. nur das der Kalli jetzt für die yoghurtGums werbung macht find ich auch nciht gut.
16.02.2010 um 16:30 Uhr
@ becki86 dem kann ich mich nur anschließen :(
10.02.2010 um 10:10 Uhr
alles leichter gesagt als getan.
09.02.2010 um 20:57 Uhr
Hieß die Überschrift nicht "Emotionale Fallen vermeiden"??? Die Information ging irgendwo verloren, oder???
09.02.2010 um 15:30 Uhr
okay..
09.02.2010 um 09:47 Uhr
klasse
09.02.2010 um 09:08 Uhr
mit sport zusammen als ausgleich und auch mal gesunde ernährung ist das doch zwischendurch auch mal erlaubt

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