Beichte im Internet: Jede Mutter hat ihr Geheimnis
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Frauen berichten im Internet von ihren Lastern
Na, haben Sie schon mal Ihr Kind im Drogeriemarkt mit einem Überraschungs-Ei bestochen, damit Sie in Ruhe die neue Wimperntusche aussuchen können? Oder sind beim Surfen im Netz "zufällig" auf diese leckeren Nacktbilder von jungen Männern gestoßen und haben sich dem etwas anderen Tagtraum hingegeben? Wenn Sie danach ein schlechtes Gewissen plagte, weil Sie sich auf - zugegeben etwas simple Art und Weise - ein bisschen den Alltag erleichtert haben: Schluss damit! Es gibt noch mehr von Ihrer Sorte...
Von Merle Wuttke
Mütter sind verständnisvoll, geduldig und gerecht. Niemals würden sie heimlich verfolgen, was ihre pubertierenden Kinder so im Internet veröffentlichen oder niemals ihre Freundinnen in dem Glauben lassen, dass sie weiterhin brav stillen, obwohl das Baby seit Monaten längst an der Flasche hängt. Niemals? Von wegen! In Wirklichkeit sind Mütter verlogene, überforderte, gehässige Miststücke, die eigentlich nur eins wollen - in Ruhe gelassen werden. Von ihren Kindern und von ihren Männern. Diesen ersten Eindruck bekommt man zumindest, wenn man die anonymen Online-Beichten amerikanischer Hausfrauen liest, die auf der Seite www.truemomconfessions.com stehen und zum Teil jetzt in dem Buch "1000 Beichten von ganz normalen Müttern" zusammen gefasst worden sind.
Darin geben Frauen die Tricks preis, mit denen sie dem zermürbenden Alltag ein Schnäppchen schlagen. Oder sie lassen einfach nur Dampf ab, weil sich ihre Familien, um die sie sich jeden Tag aufopferungsvoll sorgen, als Ansammlung undankbarer Monster entpuppen: "Ich vermisse die Tage, an denen mein Freund und jetziger Ehemann sich in meiner Gegenwart noch nicht so wohl fühlte, um sich und seine Rosette gehen zu lassen – ich hasse diese Furze."
Die Mutter als sympathisches Miststück
"Die einzige Schokolade im Haus sind die Smarties meines Sohnes. Ich überlege, sie zu essen." Jeder, der solche Sätze liest, kann eigentlich nicht anders als denken: "Okay, es ist moralisch nicht in Ordnung, was Du da treibst" - und mitfühlen. Im Großen und Ganzen sind es nämlich ziemlich sympathische Miststücke, die ihren Mütter- und Ehefrauenfrust hier anonym ablassen. Das Bild der heiligen Frau Mama wird von den Beichten der Frauen jedenfalls völlig auf den Kopf gestellt - und das wurde auch endlich Zeit.
Denn was ist eigentlich schlimmer: Eine Mutter, die vor tausenden Anderen zugibt, dass sie sich manchmal die Scheidung wünscht, nur um ab und zu ein freies Wochenende zu haben – oder eine "Supermom", die mit ihren Kindern jeden Tag Zoofiguren aus Salzteig backt und die ökologische Butter selbst stampft, bis sie vor lauer Gutmenschentum durchdreht und ihrem Mann bei seinem dritten Furz vor dem Fernseher ein Messer an die Kehle hält?! Hat’s alles schon mal gegeben.
Mütter sind schließlich auch nur Menschen. Das vergessen Ehemänner, Söhne, Töchter, Schwiegermütter und der Rest der Welt leider nur ein wenig zu häufig. Zeit, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Deswegen muss ich jetzt dringend auf die Wii – so lange die lieben Kleinen noch im Kindergarten sind und denken, dass ihre Mama arbeitet...


















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drachenlady
Nicci7
degenhpauli
ManuHelge