HPI 'Identity Leak Checker': Neues Tool zur Prüfung von Datenklau

Cyberkriminellen auf die Schliche kommen
Prüfen Sie die Sicherheit Ihrer persönlichen Daten im Netz © dpa, Tobias Hase

Prüfen Sie, ob Ihre persönlichen Daten im Internet ausspioniert wurden

Wissen Sie, ob Ihre Daten im Internet ausreichend geschützt sind? Passwörter, E-Mail-Adressen, Kreditkarten- und Bankkontodaten, Anschrift und Vor- und Zuname - täglich werden digitale Identitäten von Usern gestohlen und über dubiose Onlineplattformen an Cyberkriminelle weiterverkauft. Zu Spamzwecken, für Phishing von sensiblen Daten oder an die Programmierer von Virenprogrammen. Der Nutzer ist machtlos, weil er nicht einmal bemerkt, wenn seine persönlichen Daten irgendwo ohne sein Wissen im Netz auftauchen.

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Doch es gibt nun eine Möglichkeit für Nutzer herauszufinden, ob die eigenen Daten durch fremde Hand im Netz veröffentlicht wurden. Das Hasso-Plattner-Institut hat ein Online-Tool herausgebracht, mittels dem User prüfen können, ob ihre persönlichen Daten weitergegeben wurden. Alles was man dafür tun muss ist seine E-Mail-Adresse einzugeben.

Das Tool 'HPI Identity Leak Checker' sucht dann nach zugehörigen, persönlichen Daten, die in öffentlich zugänglichen Quellen im Internet auffindbar sind. Dazu gehören Hackerforen genauso wie soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter und Online-Marktplätze für Cyberkriminelle zum Austausch von Daten.

Der „HPI Identity Leak Checker“ arbeitet ähnlich dem Prüf-Tool des BSI

Ist die Suche positiv bekommt der User eine E-Mail-Benachrichtigung in der es heißt: "Achtung: Ihre E-Mail Adresse taucht in mindestens einer gestohlenen und unrechtmäßig veröffentlichten Identitätsdatenbank (sogenannter Identity Leak) auf." Außerdem gibt der 'HPI Identity Leak Checker' konkrete Tipps, was im Folgenden zu tun ist. Bei E-Mail Diebstahl gilt zum Beispiel die Empfehlung, sämtliche mit dem Account zusammenhängende Passwörter zu ändern.

Das Vorgehen dauert nur fünf Minuten und ähnelt dem Prüf-Tool des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), das vor einigen Wochen veröffentlicht wurde.

Der Entwickler des Tools, das Hasso-Plattner-Institut gehört zur Universität Potsdam und ist ein Exzellenz-Institut, an dem begabte junge IT-System-Ingenieure besonders gefördert werden. Die Betreiber versichern, dass alle eingegeben E-Mail-Adressen verschlüsselt gespeichert und verarbeitet werden. Dadurch ist ein Hackerangriff auf die Datenbanken des Tools für Kriminelle wertlos. Außerdem werden die Daten selbstverständlich auch nicht an Dritte weitergegeben.