Hormonelle Methoden

8. Hormonspirale:

Wirkungsweise: Die Hormonspirale (ca. 3 cm großer T-förmiger Kunstoffkörper) gibt Gestagen ab, verdickt dadurch den Schleimpfropf und verändert die Gebärmutterschleimhaut, um eine Einnistung zu verhindern

Anwendung: Die Spirale wird bei erstmaliger Anwendung 7 Tage nach Beginn der Menstruation vom Gynäkologen/in mit Hilfe einer Einführhülse eingesetzt, alle 6-12 Monate muss der korrekte Sitz der Spirale mittels Ultraschall vom Arzt kontrolliert werden

Vorteile: relativ geringe hormonelle Belastung, Stärke und Schmerzen der Blutung nehmen ab, Libido ist nur sehr selten gestört, geringeres Risiko einer Eileiterschwangerschaft, weniger Scheiden-Infektionen

Nachteile: leichter Wehenschmerz beim Einsetzen, ca. 7 % der Frauen stoßen die Spirale in den ersten Anwendungsmonaten aus, mögliche Nebenwirkungen wie bei der Pille (Kopfschmerzen, Brustspannen, Akne, Zyklusveränderungen, Gewichtszunahme, Oedeme, Depressionen)

Pearl-Index: 0,1

Kosten: 300 bis 400 Euro für 5 Jahre

Für wen geeignet: für gesunde Frauen mit hohem Sicherheitsbedürfnis nach empfängnisverhütender Wirkung, für Frauen, die sich aus verschiedenen möglichen Gründen nicht um das Thema Verhütung kümmern können oder möchten, besonders für Frauen, die unter starken und schmerzhaften Monatsblutungen leiden

Anzeige