Hormonelle Methoden

Hormonelle Methoden
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Merkmale:

Hormonelle Methoden wirken als Einzel- oder Kombinations-Präparat durch 1-3 Komponenten. Die für die Verhütung der Frau eingesetzten Hormone sind Östrogene und Gestagene bzw. deren Derivate und/oder Progesteron.

1. Antibabypille/Mikropille:

Wirkungsweise:

1. Verdickung des Schleimpfropfens vor dem Muttermund, um den Aufstieg der Spermien in die Gebärmutter zu verhindern

2. Der Eisprung wird unterdrückt (Ovulationshemmung)

3. Ein evtl. trotzdem befruchtetes Ei kann sich wegen der Veränderung der Gebärmutterschleimhaut nicht einnisten (Nidationshemmung).

Anwendung: dreiwöchige, regelmäßige orale Einnahme, eine Woche Pause

Vorteile: Bei richtiger Einnahme das sicherste Präparat zur Empfängnisverhütung

Nachteile: hohe Dosierung nötig, da die Wirkstoffe Magen, Leber und Darm passieren müssen, ungeeignet für Raucherinnen über 35 Jahre, bei hohem Blutdruck, Thromboseneigung und Lebererkrankungen, verschiedenen Studien zufolge erhöht die langfristige, regelmäßige Einnahme der Pille das Risiko für Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Leberkrebs, Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs, Durchfall, Erbrechen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und ein bereits einmaliges Vergessen der Pilleneinnahme können ihre Wirkung vermindern, möglich: Übelkeit, Kopfschmerzen, Brustspannen, Gewichtszunahme, verminderte Libido, nicht für stillende Mütter, da das Östrogen die Muttermilch beeinflusst, nicht für stark übergewichtige Frauen geeignet

Pearl-Index: 0,1-0,9

Kosten: 5 bis 15 Euro pro Monat

Für wen geeignet: für gesunde Frauen mit hohem Sicherheitsbedürfnis nach empfängnisverhütender Wirkung

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