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Holzspielzeug im Test: Jedes zweite Produkt fällt durch

Holzspielzeug im Test
Nicht jedes Holzspielzeug gehört in Kinderhände. © Grischa Georgiew - Fotolia

Jedes zweite Holzspielzeug ist gefährlich

Wenn Sie darüber nachdenken, Ihren Kindern zu Weihnachten solides Holzspielzeug zu schenken, dann sollten Sie jetzt genau weiterlesen. Denn die Stiftung Warentest schlägt Alarm: Jedes zweite Holzspielzeug enthält giftige Stoffe oder es können sich gefährliche Kleinteile lösen. Und Produkte aus Deutschland sind dabei fast genauso schlecht wie die aus China.

Spielzeug im Härtetest: Kinder knabbern dran, sie pfeffern es gegeneinander - bei den Kleinen müssen die Sachen jede Menge aushalten. Mütter wissen das und kaufen lieber gleich etwas aus Holz. Doch auch das fiel jetzt durch: Jedes zweite von Stiftung Warentest geprüfte Holzspielzeug enthält Schadstoffe oder hat Sicherheitsmängel. Und oft macht es keinen Unterschied ob made in Germany oder made in China.

Gift in der Holzeisenbahn

So enthielt die grüne Farbe des 'New Classic Schiebespielzeugs Frosch' Stoffe, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Und im Lack des Ostheimer Jeeps fanden die Tester Blei, in zwei Sperrholz-Puzzles, jeweils von 'Toys"R"US' und im Fahrzeug-Puzzle von 'Happy-People', Formaldehyd. Mit einem "gut" ausgezeichnet dürfen Eltern ohne Sorgen bei dem Puzzle von 'Spiele Max' zugreifen.

Ein weiteres Problem: Klötze, die nichts aushalten, Teile die zu leicht abgehen und so klein sind, dass sie die Kinder verschlucken können. Von der Stiftung Warentest gab es so für diese sieben Spielsachen insgesamt die Note "Mangelhaft". Und zwei Produkte sind darunter: made in Germany!

Bei den Bauklötzen und auch sonst von Stiftung Warentest durchgängig mit "gut" bewertet, war das Spielzeug von der Firma 'Haba'.

Sehr beliebt bei Eltern und Kindern ist die klassische Holzeisenbahn. Und auch da hat Stiftung Warentest Schädliches gefunden: In der Lok von Eichhorn wurden im Lack gefährliche Stoffe entdeckt, die zur Note "mangelhaft führten.

Auch die Holzspielzeuge von Tchibo untersuchten die Teaster auf Sicherheit und Schadstoffe. Sowohl die Magnet-Puzzletiere als auch das Steckspiel enthielten gesundheitsgefährdende Schadstoffe und stehen unter dem Verdacht krebserregend zu sein. Beim Steckspiel fanden sich zudem hohe Mengen an Weichmacher wieder, die die Fortpflanzungsfähigkeit gefährden. Kleiner Trost: In puncto Sicherheit überzeugen die beiden Spielzeuge. Zudem gewährt Tchibo in der Weihnachtszeit ein verlängertes Rückgaberecht.

Regina Ehrnsperger von der Stiftung Warentest rät: "Man sollte sich das Spielzeug genauer anschauen. Wenn kleine Teile dran sind, ruhig fester dran ziehen, die dürfen sich dann nicht lösen. Auf gute Verarbeitung achten und wenn das Spielzeug auffällig riecht, nicht nehmen! Das kann ein Indiz für Schadstoffe sein."

Der Rat der Tester für den nächsten Spielzeugkauf: Greifen sie zu unlackiertem Holzspielzeug - da ist man zumindest vor Schadstoffen sicher. Und die kleinen können alles gefahrlos anfassen, herum schieben und sogar ablutschen.

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