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Hohlkreuz, Haltungsschäden und Co.: So schlecht kann Mode für den Körper sein

Kleidung als Gesundheitsrisiko

Wie schon das Sprichwort sagt: Wer schön sein will, muss leiden. Darin steckt viel Wahres – denn vieles von dem, was frau in Sachen Mode mitmacht, birgt ein echtes Gesundheitsrisiko. Orthopäde Dr. René Conrads erklärt, wo unser Körper unter Kleidung und Accessoires leiden muss.

"Es gibt in der Tat Kleidungsstücke oder Accessoires bei Damen, die, wenn sie getragen werden, zu Haltungsschäden führen können", weiß der Experte. Besonders Handtaschen sind oft schwerer als man denkt und werden so zur Belastungsprobe für den Körper. Über die Schulter getragen kommt es zu einer Verschiebung der Lendenwirbelsäule. Ein Gewicht von drei Kilo ist da schnell erreicht, kann aber zu einer dauerhaften Schädigung führen. Deshalb rät der Mediziner auch: Handtaschen sollten nicht schwerer als 1,5 Kilo sein. Bei dauerhafter Belastung oder mehr Gewicht empfiehlt er einen Rucksack, der auf den Hüften getragen wird.

Aber auch weniger schwere Accessoires wie etwa Statementketten können zur körperlichen Belastung werden. Dr. René Conrads erklärt, dass sich die Brustwirbelsäule beim Tragen der Ketten nach vorne beugt und die Lendenwirbelsäule dann als Ausgleich ein Hohlkreuz bildet. So hat bereits eine schwere Kette Einfluss auf die Haltung. Ganz auf Trends verzichten muss aber niemand: Wer lediglich ab und an so ein modisches Statement um den Hals trägt, der geht noch kein Gesundheitsrisiko ein, entwarnt der Experte.

Eine weitere Belastungsprobe stellen Winterstiefel wie die beliebten 'Ugg-Boots' dar. Häufig mangelt es bei diesen Schuhen durch die gerade Sohle an einer Abrollhilfe. Außerdem hat der Fuß keinen richtigen Halt und ihm fehlt ein Fußbett.

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