FAMILIE FAMILIE

"Hört auf, mich zu beurteilen" - Nach tränenreichem Supermarktbesuch setzt diese Alleinerziehende ein Zeichen

Aly Brothers ist alleinerziehend und wird dafür verurteilt.
Aly Brothers muss sich als alleinerziehende Mutter ständig kritische Blicke gefallen lassen. © Facebook, Facebook/Aly Brothers

Dass das Muttersein nicht immer einfach ist, weiß auch Aly Brothers. Trotzdem beschwert die junge Mutter nicht, obwohl sie ihre beiden kleinen Söhne sogar alleine großzieht. Was die Alleinerziehende viel mehr verletzt, ist die Reaktion anderer auf sie und ihre Kinder - mit einem emotionalen Facebook-Post spricht sie jetzt tausenden Müttern aus der Seele.

Mit den Kids im Supermarkt - eine Zerreißprobe für Alleinerziehende

Als Aly an dem Morgen, über den sie auf ihrem Facebook-Profil berichtet, aufgestanden ist, ahnte sie vermutlich schon, dass der Tag nicht ihr bester werden würde. Im Kühlschrank fehlte Milch und damit begann die Odyssee. Ihre beiden kleinen Jungs sind es nämlich gewohnt, jeden Morgen eine Schokomilch zu trinken und verstehen keinen Spaß, wenn sie darauf verzichten müssen. Also sprang Aly mit ihren Kids ins Auto und fuhr zum Supermarkt. 

Dort angekommen lief aber leider nichts so, wie es sein sollte. Der kleine Sohn schrie, warf seine Schuhe und das Portemonnaie der Mutter umher, während der Große im Einkaufswagen "Superman" spielte und dabei Regale ausräumte und andere Menschen rammte. Prompt folgte der erste böse Blick einer Frau, der die Mutter auf dem Gang extra Platz gemacht hatte, allerdings in die falsche Richtung. "Sie sagte nichts, schaute mich nur böse an", schreibt Aly. Dann entdeckten die Jungs plötzlich Luftballlons im Supermarkt. 

"Oh wie sehr meine Kinder Luftballons lieben", schreibt sie, "Ich wollte ihnen einen kaufen, den sie teilen können." Beide Kinder willigten ein und strahlten, als ihre Mama ihren den größten 'Mickey Mouse'-Luftballon aussuchte - doch die Freude hielt nicht lang. An der Kasse fingen die beiden Brüder an zu schreien, zu weinen und um den Luftballon zu kämpfen. Die Mutter gab den Ballon an einen Kassierer zurück, wollte einfach nur noch zahlen und raus aus dem Markt. Ihre Kinder schrien daraufhin noch lauter, der Kassierer schaute die junge Mama wütend an, die Leute hinter ihr in der Kassenschlange fingen an, über Aly zu tuscheln. 

"Das ist hart Leute!"

"Alle Augen waren auf mich gerichtet, als würde jeder denken 'Hast du deine eigenen Kinder nicht im Griff?'", schreibt Ayl. Sie konnte sogar hören, wie ein älterer Mann in der Schlange flüsterte: "Sie ist ziemlich jung für zwei Kinder". Als sie dann endlich bezahlt hatte und die Quittung in der Hand hielt, floßen ihr einfach nur die Tränen und im Auto schoß sie das Foto, mit dem sie später einen Aufruf bei Facebook postete und von ihrer Geschichte berichtete.

"Sie kennen mich gar nicht. Sie kennen mich nicht als Mutter. Sie kennen nicht meine Kinder. Sie wissen nicht, dass ich mal verheiratet war, bevor ich eine Familie geplant habe. Sie wissen nicht, dass ich diese Ehe wegen Missbrauchs beendet habe", so Ayl, "Das ist hart Leute. Diese wütenden Blicke, Flüstereien und Verurteilungen sind hart. Manchmal habe ich meine Kinder unter Kontrolle, manchmal nicht", so ist das eben. "Wenn ihr beim nächsten Mal ein überfordertes Elternteil im Supermarkt seht, sagt bitte etwas Nettes. Und an alle Frauen, die so einen Tag wie ich haben, ich denke an euch, ich verstehe euch, ich liebe euch. Ihr macht das gut!". Und diese ehrlichen Worte kamen im Netz gut an: Der Aufruf wurde im Netz über 15.000 Mal geteilt. Hoffentlich hat er auch etwas bewegt. 

Anzeige