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Hochzeits-Budget: So teuer ist die Hochzeit

Hochzeits-Budget: Die Ausgaben läppern sich schnell zusammen
Das Hochzeits-Budget gerät schnell außer Kontrolle © Picture-Factory - Fotolia, Picture-Factory

Hochzeits-Budget: Diese Hochzeit wird uns finanziell ruinieren

Dafür, dass lange nichts los war und ich in Bezug auf die Hochzeit lustig Däumchen drehen konnte, bekomme ich jetzt die Quittung: Ich habe ein Vorbereitungsmarathon-Wochenende hinter mir, das seinesgleichen sucht. Aber abgesehen davon, dass ich feststellen musste, dass doch noch einiges an Arbeit vor Andi und mir liegt, wurde mir auch endgültig klar, dass uns diese Hochzeit finanziell ruinieren würde.

Von Caroline Schmidt

Wenn ich eines hasse, dann ist es über Geld zu reden. Ich weiß nicht, wie oft ich schon einer Freundin ihre Schulden erlassen habe, weil ich einfach keine Lust hatte, sie daran zu erinnern. Wenn ein Geldbetrag aber sehr hoch ist und ich mich überwinden muss ihn zurückzufordern, druckse ich nur herum und fühle mich schrecklich, weil ich dann glaube alle halten mich für geizig, geldgierig oder unhöflich. Dementsprechend habe ich auch die Budgetplanung für die Hochzeit einfach mal ausfallen lassen. "Das wird schon alles im Rahmen bleiben", dachte ich.

Hochzeits-Budget: "Für die Hochzeit nur das Beste"?!

Das Problem bei der Hochzeitsplanung ist aber, dass man nicht mehr man selbst ist. Dieses Fest bringt alle Gewohnheiten durcheinander, weil sich der Satz: "Für die Hochzeit nur das Beste - ist ja auch nur dieses eine Mal!", ganz schnell im Gehirn festsetzt. Geht man normalerweise zum Billigfrisör, weil man sowieso nur die Spitzen schneiden muss, macht man plötzlich einen Termin beim Edelcoiffeur. Isst man eigentlich gerne Spaghetti mit Tomatensoße, bestellt man plötzlich Rinderfilet mit Trüffelschaum als Hauptgang. Und statt dem H&M-Fummel landet auf einmal ein 200-Euro-Kleid für's Standesamt in der Shopping-Tüte.

Genau das alles ist mir am Wochenende passiert. Natürlich hat vieles seine Berechtigung, schließlich kann und will ich meinen Hochzeitsgästen keine Spaghetti auftischen, aber wo ziehe ich die Grenze? An irgendeiner Stelle muss ich mir eingestehen, dass ich mir manches nicht leisten kann, sonst lande ich in der Schuldenspirale. Und wenn ich etwas noch mehr hasse, als über Geld zu reden, dann ist es, jemandem Geld schuldig zu sein.

Deshalb ist jetzt Sparen angesagt - auch wenn es wirklich großen Spaß gemacht hat, mal auf großem Fuß zu leben und sich etwas zu gönnen. Aber bei allem was jetzt kommt, werde ich abwägen, ob sich die Investition wirklich lohnt. Das erste Opfer meiner neuen Sparsamkeit steht schon fest: die Blumendekoration. Direkt nach dem Edelcoiffeur stand nämlich die Gärtnerei auf dem Programm. Die Preise für ein einfaches Tisch-Blumengesteck haben mir die Sprache verschlagen - von einem Blumengebinde für das Hochzeitsauto ganz zu schweigen.

Da ich aber nicht auf Blumen verzichten will, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mich vor der Hochzeit in die große Kunst der Dekoration einweisen zu lassen und auf meine Kreativität zu bauen. Frei nach dem Motto "Do it yourself"! Bestimmt finde ich auch noch eine Verwandte oder Freundin, die mir beim Blumenbinden helfen wird, und wer weiß, vielleicht macht die Bastelei sogar Spaß und es kommt eine professionelle Dekoration dabei heraus? Einzigartig wird sie auf jeden Fall sein!

Es gibt aber auch Dinge, bei denen ich keine Experimente zulasse und die mir schon im Vorfeld ihren Preis wert sind. So habe ich es mir - trotz Sparkurs - nicht nehmen lassen, eine fantastische Hochzeitstorte zu bestellen. Das Probeessen war einfach zu verlockend: Um die Sorten meiner dreistöckigen Traumtorte auszuwählen, durfte ich mich durch die gesamte Auslage futtern. Diese Investition war wirklich jeden Cent wert!

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