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Hirntumor entdeckt: Brutales Foul rettet Leben von Zweitliga-Torhüter Jan Zimmermann

Schock-Diagnose nach Foul in Zweitligaspiel

Jan Zimmermann liegt bewusstlos am Boden. Gerade wurde der Torhüter von einem Gegenspieler während einer Abwehraktion am Kopf getroffen. An den Zusammenprall kann sich der Spieler vom 1. FC Heidenheim später noch erinnern, aber die 20 Minuten danach sind kaum noch vorhanden - die Folge einer schweren Gehirnerschütterung. Nach einer weiteren Untersuchung kommt die Schock-Diagnose: Hirntumor.

Nur weil Mannschaftsarzt Mathias Frey darauf drängt, weitere Untersuchungen zu machen, wird der Tumor entdeckt. Jans Mutter ist geschockt, als sie die Nachricht erfährt: "Da ist die Welt stehen geblieben. Das war eine Katastrophe". Der Tumor ist zum Glück gutartig, muss aber auf jeden Fall operiert werden. "Wenn man diese Tumore nicht operiert, dann kann es zu sogenannten Hirndruckzeichen kommen, die dann zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und all diesen Dingen führen können. Bis hin zu Einklemmungserscheinungen des Gehirns mit schweren neurologischen Störungen", sagt Mannschaftsarzt Mathias Frey.

Die Angst vor einer Operation belastet vor allem Jans Mutter: "Vielleicht ist er nicht mehr der Mann, der er vorher war. Der Sohn, der er vorher war." Sieben Stunden lang wird der 29-Jährige operiert, der Tumor kann komplett entfernt werden. Zum Glück ohne Komplikationen. Hätte man ihn nicht so brutal gefoult, wäre Jans Leben wohl völlig anders verlaufen. Mittlerweile trainiert er wieder. Er trägt einen Spezialhelm, der den Bruch an der Narbe schützt. Sein großes Ziel: So schnell wie möglich wieder bei einem Spiel seines Clubs zwischen den Pfosten zu stehen.

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