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Hilfe, mein Kind wächst nicht!

Bestimmte Anzeichen und Verhaltensweisen können auf eine Wachstumsstörung hindeuten.
Die genetischen Vorgaben der Eltern sind entscheidend für die Körpergröße ihrer Kinder.

Wächst sich das noch aus?

Spielt Ihr Kind in der Schule lieber mit jüngeren Kindern, weil es in seiner Klasse das Kleinste ist? Und überhaupt, passen ihm die Kleider und Schuhe vom letzten Jahr immer noch? Das könnten Anzeichen und Verhaltensweisen für eine Wachstumsstörung sein – und müssten unbedingt vom Kinderarzt überprüft werden.

Beim nächsten Termin darf das gelbe Heft nicht fehlen, hier dokumentiert der Arzt die Ergebnisse aller Kinderuntersuchungen (U1 bis U10). Und stellt mit Hilfe der sogenannten Perzentilenkurve fest, ob der Wachstums- und Gewichtsverlauf Ihres Kindes normal ist.

In den meisten Fällen sagt dieser danach: "Das wächst sich noch aus“, oder "der macht bald einen Schuss“. Bei drei Prozent der Kinder hierzulande hat sich das Problem nicht ausgewachsen. Diese Kinder sind nämlich kleinwüchsig. Werden Männer nicht größer als 1.60 Meter und Frauen nicht größer als 1.50 Meter, spricht man von Kleinwuchs. Soweit muss es nicht kommen. Wird die Wachstumsstörung frühzeitig erkannt, besteht die Möglichkeit therapeutisch einzugreifen.

Zuneigung und Liebe beeinflussen das Wachstum

Nicht jede Wachstumsstörung ist krankheitsbedingt und führt zu Kleinwuchs. Denn welche Körpergröße für ein Kind "normal“ ist, wird durch die genetischen Vorgaben der Eltern bestimmt. Sprich: Die Kinder sollten in etwa so groß wie ihre Eltern werden.

Dabei brauchen manche Kinder länger, um die genetisch vorgegebene Endgröße der Eltern zu erreichen. 'Spätzünder' erreichen demnach erst einige Jahre später als Gleichaltrige ihre endgültige Körpergröße.

Generell hängt ein normales Wachstum Ihres Kindes von folgenden Faktoren ab:

- Genetische Vorgaben der Eltern: Kleine Eltern werden kleinere Nachkommen haben als große Eltern.

- Eine adäquate Ernährung und Entwicklung ohne schwere Krankheiten.

- Zuneigung, Liebe und soziale Integration beeinflussen das Wachstum nachhaltig.

- Umwelteinflüsse, Zigaretten- und Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft können zu gravierenden Wachstumsstörungen führen.

- Das Hormonsystem muss uneingeschränkt funktionieren: Dabei ist das Wachstumshormon von entscheidender Bedeutung für die Zunahme der Körpergröße.

Wer nicht sicher ist, ob das Wachstum seines Kindes normal verläuft, kann mit der Checkliste auf Nummer sicher gehen. Mit deren Hilfe können Sie bestimmte Anzeichen und Verhaltensweisen bei Ihrem Kind erkennen, die auf eine Wachstumsstörung hindeuten.

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