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Hilfe für die schwersten kleinen Kinder der Welt: Vater will Niere verkaufen

Hilfe für die schwersten kleinen Kinder der Welt: Vater will Niere verkaufen
Adipös: Yogita (34 kg), Harsh (15 kg) und Anisha (48 kg)

Rameshbhai Nandwanas drei Kleinkinder wiegen zusammen rund 100 kg

Yogita (5), Anisha (3) und Harsh (18 Monate) Rameshbhai Nandwana aus Indien sind krankhaft übergewichtig und die schwersten Kinder der Welt. Bis jetzt weiß niemand, warum die drei Unmengen Nahrung verschlingen und nicht aufhören können zu essen. Um das herauszufinden, will ihr verarmter Vater, Rameshbhai Nandwana (34), eine seiner Nieren verkaufen und seine Kinder von Spezialisten behandeln zu lassen, berichtet 'Daily Mail'.

Die ältere Tochter, Yogita, wiegt 34 kg, Anita 48 kg und der kleine Harsh bringt bereits 15 kg auf die Waage. Pro Tag vertilgen die beiden Mädchen 18 Fladenbrote, drei Pfund Reis, zwei Schüsseln Brühe, sechs Tüten Chips, fünf Pakete Kekse, zwölf Bananen und einen Liter Milch. Ihre Mutter, Pragna Ben (40), ist den ganzen Tag damit beschäftigt, Essen zuzubereiten. „Ihr Hunger hat kein Ende. Sie fordern immerzu Essen und schreien, wenn sie nichts bekommen“, sagt die gerade einmal 40 kg leichte Mutter. Mittlerweile kann sie selbst ihre Kinder, die weder laufen noch andere Dinge selbstständig können, nicht mehr hochheben. Stattdessen rollt sie sie umher oder bewegt sie mit einem Trolley. Für Pragna Ben ist es eine Qual, wenn ihr Mann nicht zu Hause ist und ihr nicht dabei helfen kann, die Kinder zu versorgen. Rameshbhai Nandwana ist Lohnarbeiter und würde es ohne Geld von Freunden und Verwandten nicht schaffen, seine Familie zu ernähren – denn die Ausgaben für Lebensmittel sind höher als sein Lohn.

Dabei waren die Kinder bei ihrer Geburt sogar untergewichtig und die Eltern fürchteten um ihre Gesundheit. Yogita beispielsweise wog nur 1,5 kg und wurde gut gefüttert. Nach einem Jahr wog sie dann allerdings schon 12 kg. Das älteste Kind von Pragna Ben und Rameshbhai Nandwana, die sechsjährige Bhavika, ist hingegen normalgewichtig und mit 16 kg nur ein kg schwerer als ihr 18 Monate alter Bruder. Die Eltern und die bislang konsultierten Ärzte vermuten, dass Yogita, Anisha und Harsh am ‚Prader-Willi-Syndrom‘ leiden. Dabei handelt es sich um einen Gen-Deffekt mit den Symptomen eines anhaltenden Hungergefühls, reduzierter Muskelmasse, begrenzten Wachstums und fehlender sexueller Entwicklung sowie Lernschwächen und Gefühlsausbrüchen.

Seine Kinder hungern zu lassen oder sie auf Diät zu setzen, schafft der Vater nicht – er kann sie einfach nicht leiden sehen. Stattdessen ist er bereit, seine Niere herzugeben, um das Leben seiner Kinder mit Hilfe von Fachärzten lebenswert zu machen.

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