Hier leben die besten Autofahrerinnen

Hier leben die besten Autofahrerinnen
© dpa, A3637 Jörg Carstensen

"Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." Oder: "80 Prozent aller Statistiken stimmen nicht." Es gibt ja viele Sprichwörter über Statistiken, doch interessant sind die Ergebnisse der Demografen und Meinungsforscher allemal.

So auch diese: Der ACE Auto Club Europa hat pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März eine Studie über autofahrende Frauen veröffentlicht. Wo leben eigentlich die besten Autofahrerinnen?

Die Antwort: im Osten. Die besten vier Bundesländer in der Unfallstatistik der Frauen liegen allesamt im Osten.

Saarland wieder das Schlusslicht

Auf Rang eins: Mit einer Quote von nur 187 Unfällen auf 100.000 Einwohnerinnen des Bundeslands stehen die Bewohnerinnen von Brandenburg bundesweit an der Spitze. Knapp dahinter liegen die Sächsinnen, die mit einem Wert von 188 nur knapp die Bestmarke verfehlen.

Auch auf Platz drei und vier kommen mit Thüringen (193) und Berlin (196) Ost-Länder.

Bestes westdeutsches Bundesland ist nach dieser Statistik Nordrhein-Westfalen, das mit 202 Unfällen auf Rang fünf kommt. Auch Baden-Württemberg schneidet mit 203 Unfällen auf 100.000 Einwohnerinnen noch ganz gut ab.

Und jetzt kommen wir zu den Bundesländern, in denen Frauen laut Statistik aggressiver unterwegs sind und mehr Blechschäden verursachen:

Diese sind Bayern, Niedersachsen und das Saarland. Das Saarland (274) hatte schon in früheren Analysen den letzten Platz belegt. Gegenüber dem Bundesschnitt bedeutet dieser Wert eine Mehrbeteiligung an Unfällen mit Personenschaden von fast 27 Prozent.

Selbst die Saarländerinnen liegen noch vor den Männern

Hier leben die besten Autofahrerinnen
© dpa, Stephan Jansen

Die Frauen aus Niedersachsen schafften es mit 265 Unfällen nur auf den vorletzten Platz. Die Bayerinnen fahren kaum besser: 257 Crashs galt es in Deutschlands größtem Bundesland auf 100.000 Bewohnerinnen zu verzeichnen.

Selbst die schlechtesten Werte bei den Frauen sind indes noch deutlich besser als die der männlichen Autofahrer, die mit einer Quote von 413 nahezu doppelt so häufig schwere Unfälle mit Personenschaden verursachen.

Mehr als 320.000 Unfälle im Straßenverkehr hatten im Jahr 2008 Verletzungen eines oder mehrerer Beteiligten zur Folge. Gut zwei Drittel davon, nämlich 217.843 Unfälle, wurden durch Männer hinterm Steuer herbeigeführt.

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