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Herrenmode 2016: Die Genderdebatte ist eröffnet

Frühjahr/Sommer- Kollektion von Gucci
Alessandros Micheles Entwürfe für das Modejahr 2016 sind oppulent. Der Gucci-Designer bringt Rüschen, Spitze und Organza ins Spiel. Foto: Matteo Bazzi © DPA

Die Revolution fand am 22. Juni 2015 in einer alten Mailänder Fabrikhalle statt - und sie dauerte nicht länger als neun Minuten. Der Name des Anführers: Alessandro Michele, Guccis neuer Kreativchef.

Micheles Gefolge: rund 50 Models. Gekleidet in Seidenmäntel mit Pelzmanschetten, in Spitzenhemden mit Blütenranken oder in Schluppenblusen, zerstörten sie auf dem Laufsteg das gängige Bild einer männlichen Mode - und entfachten somit auch eine Genderdebatte.

Vergessen wird leicht, dass Alessandro Michele in seiner Paul Smith oder Umit Benan setzen sich noch viele weitere Designer für diesen Silhouetten-Wandel ein.

Das tief unter der Jacke herausragende Hemd tauchte auch schon 2015 vereinzelt im Straßenbild auf. Vielleicht hat das Kleid seine männliche Form ja bereits gefunden.


dpa
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