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Heller Hautkrebs: So gefährlich ist ein Basaliom

UV-Strahlung ist die Haupt-Ursache für hellen Hautkrebs

Kaum jemand kennt ihn, dabei kommt der helle Hautkrebs zehnmal so oft vor wie der schwarze Hautkrebs. Durch UV-Strahlung der Sonne können Hautzellen so verändert werden, dass heller Hautkebs entsteht. Wird er frühzeitig erkannt, ist er zu 100 Prozent heilbar.

Heller Hautkrebs durch Sonne
Heller Hautkrebs befällt besonders die sogenannten Sonnenterrassen im Gesicht und auf den Schultern.

Mediziner unterscheiden zwischen drei verschiedenen Formen des hellen Hautkrebses: Basaliome, Stachelzellkrebs und Aktinische Keratosen.

Die häufigste Form des hellen Hautkrebses: Das Basaliom, auch Basalzellkrebs und Basalzellkarzinom genannt. Besonders auf den "Sonnenterrassen", also auf Stirn, Wangen, Nase, Ohren und Glatzen treten Basaliome auf. Sie wachsen langsam und gleichen im Anfangsstadium einem leicht geröteten Fleck. Er kann erhaben und auch eben sein. Der Tumor kann bluten und verkrusten. Die Gefahr, diese harmlos aussehenden Tumore zu übersehen, ist groß. Im Gegensatz zu den bösartigen Tumoren bildet ein Basaliom normalerweise keine Metastasen.

Er tritt meist ab einem Alter von 50 Jahren auf. Wird er nicht behandelt und entfernt, kann er umliegendes Gewebe zerstören, auch Knorpel und Knochen. Der Hautarzt kann aufgrund des "klinischen Blickes" eine Diagnose stellen. Zur Bestätigung wird eine Gewebeprobe entnommen und an ein Labor zur mikroskopischen Untersuchung geschickt. Basaliome werden in der Regel ambulant entfernt. Nach einer örtlichen Betäubung wird der Tumor komplett herausoperiert.

Heller Hautkrebs, Stachelzellkarzinom, aktinische Keratosen

Stachelzellkrebs

Diese bösartige Form des hellen Hautkrebs, auch Plattenzellkarzinom oder Spinaliom genannt, trifft mehr Männer als Frauen. Betroffen sind Männer meist ab dem 70. Lebensjahr. Auch diese Krebsform tritt hauptsächlich an sonnenexponierten Stellen auf, besonders gefährdet sind die Lippen. Doch auch sonnengeschützte Körperstellen können vom Stachelzellkrebs betroffen sein und sollten bei einem Verdacht untersucht werden. Ähnlich wie beim Basaliom wirkt ein Plattenzellkarzinom zu Beginn harmlos: Ein kleiner roter Knoten, der verhornt, schuppt und verkrusten kann und sich anfühlt wie Sandpapier. Später verändert sich die Oberfläche, der Tumor bekommt ein warziges Aussehen und bildet Geschwüre, die nicht abheilen. Das gefährliche an dieser Art von Hautkrebs: Der Stachelzellkrebs kann Metastasen bilden und sich so in weit entfernten Organen ausbreiten.

Die Diagnose kann nur ein Hautarzt stellen. Meist reicht schon ein geschulter Blick, um eine sogenannte Sonnenwarze von einem bereits bösartigen Tumor zu unterscheiden. Zur genauen Diagnose wird eine Probe entnommen, die ins Labor geschickt wird. Mögliche Metastasen werden mit Ultraschall, Röntgen, einer Computertomographie oder einer Magnetresonanztomographie gefunden.

Die Vorstufen des Stachelzellkebs sind durch Entfernung des betroffenen Gewebes sehr einfach zu heilen. Die Hautstelle wird meist vom Dermatologen ambulant operiert. Sind jedoch andere Bereiche betroffen, ist die Behandlung aufwendiger. Strahlen, Chemo- oder Immuntherapie können Behandlungsformen sein.

Aktinische Keratosen

Aktinische Keratose (CIS), auch 'Carcinoma in situ' genannt, ist eine Frühform des hellen Hautkrebses. Nur zehn Prozent entwickeln sich zu einem Karzinom, also Krebs. Die rauen, kleinen Knoten sind oft nur wenige Millimeter groß. Damit ähneln sie einem Plattenzellkarzinom, sind aber nur auf die obere Hautschicht begrenzt und bilden keine Metastasen. Sie bilden sich hauptsächlich auf den Sonnenterrassen des Kopfes. Durch viel Sonnenbaden und geringen Sonnenschutz werden die Patienten mit dieser Diagnose immer jünger. Schätzungen für die Zukunft besagen,dass jeder zweite Deutsche in seinem Leben an Aktinischen Keratosen erkranken wird.

Die Diagnose kann nur von einem Hautarzt gestellt werden. Beginnt die Behandlung zeitig genug, ist diese Frühform des hellen Hautkrebs vollkommen heilbar.

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