Heiratsantrag: Sexy Frauen wie Pippa bleiben ledig

Heiratsantrag: Sexy Frauen wie Pippa sind ledig
Heiratsantrag: Sexy Frauen wie Pippa sind ledig © Getty Images, Pascal Le Segretain

Männer heiraten keine sexy Frauen wie Pippa

An der Figur, speziell am Hintern, an den Haaren oder angeheirateten Verwandtschaft kann es nicht gelegen haben, aber es ist trotzdem passiert: Pippa Middleton wurde von ihrem Freund Alex Loudon verlassen. Man munkelt, dass seinen Upperclass-Eltern die Herkunft der sexy Schwägerin des englischen Thronfolgers nicht passte - zu neureich. Die Tochter von Emporkömmlingen sei einfach kein "Wife-Material". Man könnte diesen beinahe zoologisch anmutenden Begriff wohlwollend mit "nicht heiratbar" übersetzen - und es ist kein Luxusproblem englischer Snobs.

Von Karla Steuckmann

Fast jede von uns kennt eine heiratswillige Frau, die den Ring einfach nicht angesteckt kriegt, obwohl sie sexy, klug und fit ist - wahrscheinlich weil sie zu sexy, zu klug und zu fit ist. Ein britischer Forscher hat herausgefunden, dass das "Zu" bei Männern ein KO-Kriterium ist. Tatsächlich machen sie beim Heiraten ernst mit dem Spruch: "Dein Hintern ist mir egal, es kommt mir auf den Charakter an." Wenn's um lebenslänglich geht, wollen sie wirklich den weiblichen Kumpel, mit dem man überall hingehen kann, und auf den man stolz sein darf. Frau "Zu-schlau", die ihren Stoffel intellektuell ausstechen will, wäre damit aus dem Rennen.

Aber kann einem Mann ein Fußballspiel zu kurz, ein Bier zu flüssig, ein Porno zu unromantisch, eine Frau zu sexy sein? Stimmt, geht nicht, ihm jedenfalls nicht - aber seinen Eltern! Bei der Entscheidung für DIE EINE spielt die Meinung der Familie nämlich eine wesentliche Rolle. Und die will von der Schwiegertochter kein Bikinibild im Spind, sondern die Weihnachtsformation unter dem Tannenbaum und außerdem ein paar Enkel.

Heiratsantrag nur, wenn Frau "Wife Material" hat

An dieser Stelle kommt nun die Natur ins Spiel: Der alte Spruch "Vom schönen Teller isst man nicht alleine" scheint tief in den Genen der Männer zu rumoren. Frau "Viel-zu-schön" bedient zu sehr die Urangst aller potentiellen Väter, dass die Chance, selbst gezeugten Nachwuchs zu bekommen, dem Prozentsatz der Kumpels entspricht, mit denen sie die Gattin auf ein einsames Zeltwochenende lassen würden. Wobei wir hier von einer reinen Hetero-Clique ausgehen.

Was also tun, wenn man an sich selbst einige der "nicht heiratbar"-Kriterien feststellt, aber schon länger neidvoll auf die Ringfinger der Freundinnen schielt? Sich ein Heck wie ein Kangoo wachsen lassen? Sich eine ordentliche Scheibe Hirn abschneiden lassen? Klamotten nur noch bei KiK shoppen? Einen Tipp hat der englische Forscher: Wer heiraten will, sollte sich mit 28 dazu entschließen und dies dem Mann in den ersten 22 Monaten der Beziehung klar machen. Und das heißt auch klar machen, nicht andeuten mit schmachtendem Blick in Auslagen des Juweliers. Das bringt bestenfalls eine neue Uhr zu Weihnachten ein. Mit jedem Jahr, das in "Lebensabschnittsgemeinschaft" vergeht, sinkt die Chance auf Synchronschneiden der Hochzeitstorte. Im siebten Jahr ist die Wahrscheinlichkeit nahe Null angekommen.

Und wenn das nicht hilft? Seid doch einfach stolz auf euer "Zu-viel". Es impliziert immerhin, dass der Rest der Mitbewerberinnen "Zu-wenig" hat und damit durchschnittlich genug für die Ehe ist. Und wir Verheirateten trösten uns mit der Gewissheit: "Er hat mich trotz meiner ganzen "Zu‘s" gefragt." Meiner übrigens im siebten Jahr unserer Lebensgemeinschaft und ich hatte mit 47 - laut Forschungsstand - ein Totschlag-Zu am Leib: Zu alt. Zum Glück ist die Liebe zu unberechenbar, um zu genau erforscht zu werden…

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