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Heilpraktiker unter Beschuss: Homöopathische Therapien nur noch für Selbstzahler?

Homöopathische Therapien nur noch für Selbstzahler?
Homöopathische Therapien nur noch für Selbstzahler? Nach Todesfällen in alternativer Krebspraxis 00:00:30
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Forderung von Gesundheits-Chef: Homöopathie-Verbot auch für Selbstzahler

Schlechte Nachrichten für Homöopathie-Befürworter! Nachdem die alternative Behandlung von Krebs-Patienten im nordrhein-westfälischen Brüggen-Bracht mehrere Tote gefordert hatte, will Josef Hecken, Chef der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, jetzt die Kassen-Finanzierung von Homöopathie abschaffen! Geht es nach ihm, sollen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für von Heilpraktikern verordneten Leistungen, deren medizinische Wirksamkeit nicht eindeutig durch Studien nachgewiesen ist, in Zukunft nicht mehr übernehmen.

Und noch mehr: Selbst die freiwillige (Teil-)Finanzierung von Homöopathie-Leistungen soll untersagt werden. Denn bei schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs will der Gesundheits-Chef den Einsatz von alternativen Präparaten komplett verbieten - auch für Selbstzahler!

Josef Hecken: "Da brauchen wir ganz klare Verbote"

Seine Erklärung für diese radikalen Forderungen: Es gehe schließlich "nicht um Befindlichkeiten, sondern um Menschenleben". Und fügt gegenüber der 'FAZ' noch hinzu: "Da brauchen wir ganz klare Verbote!"

Homöopathische Behandlungen stehen seit jeher in der Kritik, da ihre Wirksamkeit meist nicht eindeutig mit Studien belegt wurde. Als 'anerkannten Irrsinn' bezeichnen es die einen, als 'Hokuspokus' die anderen. Trotzdem schwören viele Menschen auf die alternative Behandlungsmethode - und sind bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen.

Die verstorbenen Patienten des 'Biologischen Krebs-Zentrums' in Brüggen-Bracht wurden mit dem Wirkstoff 3-Bromopyruvat behandelt. Für das homöopathische 'Medikament' hatten sie rund 10.000 Euro bezahlt. Die Krefelder Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall.

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