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Hautkrebsrisiko: Kindheit entscheidet zum größten Teil

Hautkrebsrisiko: Kindheit entscheidet zum größten Teil
© dpa, Jens Büttner

Kinderhaut reagiert empfindlicher

Sonnenschutz ist vor allem in jungen Jahren wichtig, denn das Lebenszeitrisiko für Hautkrebs entscheidet sich zum größten Teil in der Kindheit. "Ein Sonnenbrand bei einem Erwachsenen hat in der Langzeitwirkung nicht so schlimme Folgen wie ein Sonnenbrand bei einem Kleinkind, das noch eine viel empfindlichere Haut hat", erklärt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.

Die Haut bei Kindern ist viel dünner als bei Erwachsenen und noch unzureichend pigmentiert. Deshalb sollten Kinder immer mit Kleidung und Hut in die Sonne gehen und sich mit Sonnencreme vor den Lichtstrahlen schützen. Kinder unter zwei Jahren sollte man gar nicht der direkten Sonne aussetzen.

Wer sich als Kind übermäßig in der Sonne aufhält, erhöht das Risiko für die Entstehung von Hautkrebs. In den letzten Jahrzehnten führte das veränderte Klima und die abnehmende Ozonschicht zu einem Anstieg von Hautkrebserkrankungen in der hellhäutigen Bevölkerung.

Hautskrebserkrankungen haben zugenommen

"In seltenen Fällen können auch Kinder und Jugendliche Hautkrebs entwickeln", sagt Fegeler weiter. "Eltern sollten deshalb Muttermale ihres Kindes untersuchen lassen, wenn sie wachsen, eine asymmetrische Form haben, der Rand ungleichmäßig verläuft und die Farbe uneinheitlich erscheint."

Der schwarze Hautkrebs ist in den letzten 40 Jahren bei 18- bis 39-Jährigen um das Sechsfache angestiegen. Experten machen dafür unter anderem auch häufige Besuche beim Sonnenstudio verantwortlich.

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