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Hautkrebs-Vorsorge: Mit diesen zehn Tipps können Sie vorbeugen

Hautkrebs: Vorsorge ist wichtig
Hautkrebs-Vorsorge: Lassen Sie ungewöhnliche Hautstellen vom Arzt untersuchen. © dpa bildfunk

Dramatisches Wachstum der Hautkrebs-Zahlen

Einen dramatischen Anstieg bei den Hautkrebs-Operationen verzeichnet das Statistische Bundesamt: Von 2007 bis zum jüngsten Berichtsjahr 2012 nahm die Zahl der Hautkrebs-Behandlungen im Krankenhaus um 23,4 Prozent zu. Fast 100.000 Patienten mussten sich im Krankenhaus stationär behandeln lassen. Hautkrebs ist damit die Krebsart, die am stärksten zugenommen hat.

Etwa ein Viertel dieser Patienten litt an Schwarzem Hautkrebs (Melanom). Drei Viertel der Patienten kamen mit Weißem Hautkrebs ins Krankenhaus. Der durchschnittliche stationäre Aufenthalt betrug 5,2 Tage. Die allermeisten Patienten waren älter als 65. Hauptursache für den Hautkrebs ist schädliche UV-Strahlung, also zu viel Sonne oder Sonnenbank.

Mit diesen zehn Tipps können Sie Hautkrebs vorbeugen:

Tipp 1: Lassen Sie Ihren Hauttyp bestimmen

Ärzte unterscheiden nach der Helligkeit von Haut und Haar die Risikogruppe für Hautkrebs. Je heller Ihre Haut ist, desto eher sind Sie gefährdet, an Hautkrebs zu erkranken. Besonders gefährdet sind demnach die Hauttypen 1 und 2.

Tipp 2: Sonnenstudio? Besser nicht!

Den Gang ins Solarium sollten Sie sich besser sparen, denn auch durch künstliche UV-Quellen können Hautschädigungen auftreten. Dabei ist weder die künstliche noch die natürliche Sonneneinstrahlung als besser oder schlechter zu bezeichnen. Generell dienen beide Formen Ihrer Gesundheit nicht.

Tipp 3: Vermeiden Sie Sonnenbäder

Viele legen besonders im Sommer Wert darauf, schön braun zu sein. Unserer Haut gefällt das aber gar nicht. Zwar füllt die Sonne unsere Energietanks wieder auf, übermäßige UV-Strahlung schadet allerdings der Haut. Denn in den Hautzellen kann durch zu viel Sonneneinstrahlung eine Schädigung des Erbgutes entstehen und diese Veränderung kann für die Entstehung von Krebs verantwortlich sein.

Tipp 4: Untersuchung auffälliger Hautveränderungen

Früh erkannt lassen sich Veränderungen der Haut meist gut behandeln. Deswegen sollten Sie nicht zögern, zum Arzt zu gehen, wenn Sie auffällige Veränderung von Hautpartien bemerken. Ab 35 Jahren haben alle gesetzlich Versicherten zudem Anspruch auf ein sogenanntes Screening, das alle zwei Jahre kostenfrei wiederholt werden kann.

Tipp 5: Medikamenten-Nebenwirkungen beachten

Einige Medikamente erhöhen die Haut-Empfindlichkeit bei Sonneneinstrahlung, so dass Schädigungen der Haut, übrigens unser größten Organ, auftreten können. Lesen Sie den Beipackzettel deswegen besonders aufmerksam oder fragen Sie in der Apotheke nach möglichen Nebenwirkungen der Medikamente.

Tipp 6: Verwenden Sie ausreichend Sonnenschutzmittel

Achten Sie zum einen auf den passenden Lichtschutzfaktor und zum anderen darauf, dass Sie sich großzügig damit eincremen. Als Faustregel nennt die Deutsche Krebsgesellschaft: Je heller der Hauttyp, desto geringer die Eigenschutzzeit der Haut und desto höher sollte der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels sein. Grundsätzlich sind bei Erwachsenen für den ganzen Körper rund 30 - 40 Milliliter Sonnencreme angedacht.

Tipp 7: Freizeitaktivitäten am Morgen und Abend

Gerade im Hochsommer sollten Sie Ihre sportlichen Aktivitäten unbedingt auf die Morgen- und Abendstunden verlegen. Denn gerade in der Mittagszeit knallt die Sonne so richtig heftig auf Ihren Körper. Geben Sie der Haut in jedem Fall genug Zeit, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen.

Tipp 8: Nahrungsergänzungsmittel dienen nicht der Vorsorge

Klinische Studien haben gezeigt, dass das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nicht reduziert wird. Es nützt Ihnen aus "Hautkrebs-Sicht" also nichts, wenn Sie zusätzlich Vitamin A oder Beta-Karotin zu sich nehmen.

Tipp 9: Sorgfältiger Schutz vor der Sonne

Unterschätzen Sie die Sonne nicht. Auch bei trübem Wetter oder kühleren Temperaturen sollten Sie nicht auf Sonnenschutz verzichten. Den besten Schutz erreichen Sie mit Kleidung. Eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille werden von der Deutschen Krebsgesellschaft zwingend empfohlen, um die Kopfhaut und die Augen vor UV-Strahlung effektiv zu schützen.

Tipp 10: Besondere Vorsicht bei Kindern

Die Haut von Babys und Kleinkindern ist besonders empfindlich. Deshalb gehören Ihre Kleinen auf keinen Fall in die pralle Sonne. Lässt sich das durch einen Urlaub am Strand beispielsweise nur schwer vermeiden, sollten die Kinder unbedingt mit hautbedeckender Kleidung und ausreichend Sonnen-Lotion ausgestattet baden, Sandburgen bauen und spielen.

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