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Hautkrebs erkennen: Die ABCD-Regel kann helfen!

Hautkrebs erkennen: Die ABCD-Regel kann helfen!
Der Unterschied zwischen Muttermal und Leberfleck ist nicht immer einfach. © dpa, Daniel Naupold

Muttermale und Leberflecken: Ob Hautkrebs oder nicht - die Entstehung ist entscheidend

Muttermale, auch Leberflecken genannt, hat fast jeder von uns. Die meisten Male bekommt man durch häufiges Sonnenbaden. Je nach Form und Beschaffenheit können Sie Hinweis auf eine Hautkrebs-Erkrankung sein.

Leberflecken und Muttermale sind nicht dasselbe. Gemeinsam haben sie, dass sie im Normalfall Geschwülste der Haut sind. Medizinisch betrachtet sind es gutartige Wucherungen von pigmentbildenden Zellen der Haut, so genannten Nävuszellen. Nävuszellen färben unsere Haut aber nur an einigen Stellen, die dann als braune oder schwarze Flecken sichtbar werden.

ABCD-Regel zur Früherkennung

Hilfe bei der Deutung möglicher gefährlicher Muttermale oder Leberflecken bringt die so genannte ABCD-Regel. Danach kontrolliert man Asymmetrie, Begrenzung, Color und Durchmesser.

Ob es sich dabei um ein Muttermal oder einen Leberfleck handelt, hängt letztendlich von der Entstehung ab: Etwa fünf Prozent der braunen Hautstellen sind angeboren und werden als Muttermal bezeichnet. Die übrigen entstehen im Laufe des Lebens auf unserer Haut, etwa durch Sonne oder Hormonschwankungen während der Pubertät oder Schwangerschaft. Dann ist von einem Leberfleck die Rede.

Im Durchschnitt hat jeder Erwachsene 30 Leberflecken. Sind sie glatt, symmetrisch, gleichmäßig gefärbt und an den Rändern scharf begrenzt, sind die Male im Normalfall harmlos und von Grund auf erst einmal nicht gefährlich. Allerdings raten Hausärzte vor allem dunkle Muttermale und solche die sich verändern genau zu beobachten. Denn diese Veränderungen können ein wichtiger Hinweis auf eine mögliche Hauterkrankung sein. Im schlimmsten Fall können sie sich zu Hautkrebs entwickeln.

Generell gilt: Vor allem hellhäutige Menschen sollten sich häufiger vom Arzt checken lassen. Denn die Belastung der Haut durch aggressive Sonneneinstrahlung nimmt zu. Auch familiär vorbelastete Personen sollten sich untersuchen lassen. Versicherte ab 35 Jahren können alle zwei Jahre zur Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung gehen. Diese wird von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt.

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