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Haustier zum Kuscheln? Hunde wollen nicht umarmt werden!

Hunde umarmen? Lieber nicht!
Hunde umarmen? Lieber nicht! Darunter leiden die meisten Vierbeiner 00:00:26
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Umarmungen lösen beim Hund Stress und Angst aus

Streicheleinheiten, Leckerlis, Umarmungen und vieles mehr: Was tun Menschen nicht alles, damit es ihrem Vierbeiner gut geht? Doch Hunde finden nicht jede Form der Zuneigung gut. Im Gegenteilt: Sie lösen bei vielen Nervosität, Stress und Angst aus. Das ergab eine Untersuchung des Psychologen und Hunde-Experten Stanley Coren.

Der US-amerikanische Psychologe, der sich schon seit Jahren mit dem Verhalten von Hunden beschäftigt, wollte wissen: Lassen sich Hunde wirklich so gerne vom Menschen umarmen? Darum hat er 250 zufällig ausgewählte Bilder ausgewertet, auf denen ein Mensch einen Hund umarmt. Zusätzliche Stressfaktoren, wie zum Beispiel das Hochheben eines Hundes, hat er dabei ausgelassen.

Das Ergebnis: Auf knapp 82 Prozent der Fotos erkannte er klare Stressanzeichen bei den Vierbeinern. Nur auf knapp acht Prozent der Bilder wirkten die Hunde glücklich. Auf den restlichen Aufnahmen sei die Haltung der Tiere nicht eindeutig gewesen. Doch eines wird dadurch klar: Die meisten Hunde wollen nicht umarmt werden! Woran das liegt, sehen Sie im Video.

So erkennen Sie, ob Ihr Hund gestresst ist

Klar, Menschen zeigen ihre Zuneigung gerne durch Umarmungen. Doch Hunde ertragen diese bloß und lassen sie über sich ergehen, so der Experte. Und er ist nicht der Erste, der darauf hinweist: Hundetrainer raten ebenfalls schon lange davon ab, die Vierbeiner zu umarmen.

Aber woran erkennen Sie, dass Ihr Hund gestresst ist? Laut Coren gibt es dafür klare Anzeichen:

1. An den Kopf gedrückte oder gesenkte Ohren

2. Ein vom Stressauslöser weggedrehter Kopf

3. Weit aufgerissene Augen, so dass das Weiße im Auge zu sehen ist

4. Häufiges Gähnen oder das Lecken der Lefzen

Um Ihrem Hund wirkliche und passende Zuneigung zu zeigen, empfiehlt er: Streicheln Sie ihn, sagen Sie etwas Nettes oder geben Sie ihm ein Leckerli! Sparen Sie sich in Zukunft also lieber die Umarmungen für zweibeinige Freunde und Familienmitglieder - denen tut das nämlich -im Gegensatz zum Hund - sicher gut!

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