TIERE TIERE

Haustier krank? Keine Medikamente für Menschen verabreichen!

DIESE Medikamente sind fürs Haustier giftig!
DIESE Medikamente sind fürs Haustier giftig! Häufig endet es tödlich 00:00:24
00:00 | 00:00:24

Aspirin, Ibuprofen und Co. können für Ihr Tier tödlich sein!

Nicht nur Menschen fangen sich ab und zu eine Erkältung ein, auch Tiere können von Schnupfen und Husten geplagt sein. Da wollen die Herrchen oft ganz schnell handeln und aus Mitleid verabreichen sie Medikamente gegen Erkältung, die eigentlich nur für Menschen gedacht sind. Das kann fatale Folgen haben.

Kranker Hund mit Kühlkissen auf dem Kopf
Bei Fieber und Schnupfen darf man Tieren keine Human-Medikamente wie Aspirin verabreichen! © Charles Mann

Tiere reagieren auf bestimmte Wirkstoffgruppen ganz anders als der menschliche Körper. Das beste Beispiel hierfür ist Aspirin, mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Der Wirkstoff wird im Magen und Dünndarm resorbiert und in der Leber sehr schnell in die einzelnen Komponenten zerlegt. Die Zeit, die der Körper zum Abbau der Hälfte des Wirkstoffes braucht, nennt man Halbwertzeit. Bei Menschen liegt sie bei Aspirin etwa bei 20 bis 24 Stunden. Bei Katzen liegt sie allerdings bei 38 bis 45 Stunden. Durch die lange Abbauzeit kann es deshalb besonders bei Katzen schnell zu Vergiftungen kommen, die nicht selten tödlich enden.

Die ersten Symptome einer Vergiftung durch Acetylsalicylsäure treten etwa vier bis sechs Stunden nach oraler Aufnahme auf. Sehr häufig steht Erbrechen am Anfang. Weiter sind möglich Teilnahmslosigkeit, Futterverweigerung, Störung der Bewegungskoordination, Fieber oder Durchfall. Koma oder Schock können eintreten, wenn es im Magen-Darm-Trakt zu massiven Blutungen bzw. Perforationen kommt. Ein Tierarztbesuch ist in diesem Fall unbedingt erforderlich.

Medikamente müssen verschlossen gelagert werden

Um Haustiere nicht in die Gefahr einer Vergiftung durch human-Medikation zu bringen, sollten Sie nicht nur darauf achten, tierische Medikamente vom Tierarzt zu verabreichen, sondern Medikamente in Ihrem Haushalt auch sicher unter Verschluss halten. 70 Prozent aller Vergiftungen durch Medikamente bei Tieren entstehen durch Nachlässigkeit bei der Aufbewahrung von Arzneimitteln.

Wenn Ihr Tier einen Schnupfen hat, müssen Sie nicht sofort den Tierarzt besuchen. Eine Rotlicht-Bestrahlung kann den Genesungsprozess fördern und sorgt für wohlige Wärme beim Tier. Eine Stunde pro Tag sollte genügen. Achten sie aber darauf, dass die Lampe mindestens 30 Zentimeter von Ihrem Tier entfernt ist.

Nach dem Gassi gehen mit einem Hund, muss das Fell gründlich abgetrocknet werden, genauso bei Freigängerkatzen, die mit nassem Fell nach Hause zurückkehren.

Sollte sich ihr Tier neben Husten und Nießen weiterhin auffällig verhalten, etwa das Futter verweigern, sollten Sie den Besuch beim Tierarzt aber nicht mehr aufschieben. Im Video fassen wir das Wichtigste für Sie zusammen!

Anzeige