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Haustier ans Baby gewöhnen: So klappt die Zusammenführung

Baby und Haustier Katze kuscheln
Kind und Haustier - Sie sollten beide immer im Auge behalten

Kind und Haustier? Mit DIESEN Tipps klappt es!

Viele Menschen besitzen Haustiere. Besonders Hunde und Katzen gelten als familienfreundlich. Aber was passiert mit dem tierischen Freund, wenn man ein Kind erwartet? Soziologen sind sich einig darüber, dass Haustiere positiv zur Entwicklung von Kindern beitragen können. Der Umgang mit einem Tier mache Kinder offener und sorge für ein gutes Verantwortungsbewusstsein. Aber nicht immer läuft das Zusammenleben zwischen Kind und Haustier rosig.

In der Vergangenheit haben viele Fälle gezeigt: Egal wie lange man ein Tier kennt, es gibt Situationen, die unberechenbar sein können. Denn ein Neugeborenes ist auch für Tiere neu - und es bekommt in der Regel mehr Aufmerksamkeit. Dabei können auch Tiere eifersüchtig sein wie Menschen.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie nicht auf ein Haustier verzichten möchten, sobald Nachwuchs ansteht? Wir haben fünf Tipps für Sie.

1. Langsames kennenlernen

Wenn der große Tag gekommen ist, und Sie Ihr Baby mit nach Hause nehmen können, sollten Sie Ihren Hund oder ihre Katze behutsam in die neue Situation bringen. Setzen Sie sich mit dem Kind auf den Boden und lassen Sie Ihr Tier schnuppern und gucken, solange es möchte. Es wird passieren, dass die neuartigen Bewegungen des kleinen Menschen schreckhafte Reaktionen bei Ihrem tierischen Freund auslösen, lassen sie sich davon nicht beirren.

Fünf Tipps, wie mit Baby und Haustier klappt

2. Viel sprechen

Sprechen Sie nicht nur mit Ihrem Baby, sprechen Sie auch mit Ihrem Tier. Wenn Sie Ihr Tier plötzlich vernachlässigen, und es anders behandeln als vorher, spürt das Tier, dass sich etwas verändert. Katzen kommen zwar auf den ersten Blick damit klar, sie gelten ohnehin als Alleingänger. Aber ganz so einfach ist es nicht: Auf Dauer wird sich auch das Tier verändern. Eifersucht und Verängstigungen können auftreten - zwei Faktoren, die einen plötzlich Angriff wahrscheinlicher machen.

3. Nicht unbeaufsichtigt lassen

So banal die Situation auch ist, lassen Sie ein Kleinkind nicht mit Ihrem Haustier unbeaufsichtigt. Auch nicht für eine Minute. Man kann nicht einschätzen, welche Bewegung oder welcher Laut das Tier aggressiv oder ängstlich machen. Sie sollten Haustier und Kind immer im Blick haben, damit Sie zur Not schnell eingreifen können. Keine Sorge: Sie müssen nicht bis ins hohe Kindesalter darauf achten, aber zumindest so lange, bis Ihr Kind ein Bewusstsein für das Tier entwickelt hat und sich der tierische Mitbewohner ans Kind gewöhnt hat. Zwölf Monate sind dafür deutlich zu wenig.

4. Ein tierischer Freund

Entgegen der allgemeinen Handhabung, sollten Tiere ohnehin nicht alleine gehalten werden. Auch wenn es nicht so wirkt - Tiere können psychisch fehlentwickelt sein, wenn sie ohne einen Artgenossen gehalten werden. Wenn Sie Ihrem Tier dann auch noch antun, einen neuen kleinen Menschen zum Mittelpunkt der Familie zu machen, können diese Fehlentwicklungen schnell in einen Angriff ausarten. Auch ältere Tiere können unter Umständen mit einem Artgenossen zusammengeführt werden. Am besten holen Sie sich hierzu Rat bei Ihrem Tierarzt. Wenn sich zwei Tiere miteinander beschäftigen können, wird die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Ihr Tier aus Eifersucht oder Angst vor Verlust angreift.

5. Kein Katzenspielzeug fürs Kind

Es ist wichtig, dass Sie das persönliche Spielzeug Ihres Tieres von Ihrem Nachwuchs fernhalten. Ein Hund beißt schon mal beherzt zu – da ist eine kleine Babyhand stark gefährdet. Katzen sehen in Ihrem Spielzeug Beute, die sie gerne jagen möchten. Wenn Ihr Kind die Spielsachen in der Hand hält, wird die Katze spielen wollen, im Zweifel auch mit Krallen.

Auch wenn Sie all unsere Tipps berücksichtigen, es gibt niemals eine Garantie dafür, dass Ihr Haustier nicht plötzlich angreift. Entscheiden Sie gründlich, ob Sie die Verantwortung für Kind und Haustier übernehmen möchten. Wenn Sie sich dazu entscheiden, ein Haustier erst nach dem Nachwuchs anzuschaffen, dann sollten Sie sich für ein Kitten oder Welpen entscheiden. Wenn die Tiere mit dem Baby aufwachsen, gewöhnen sie sich schnell aneinander, und was gibt es Schöneres, als eine langjährige Freundschaft zwischen Mensch und Tier?

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