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Haustier als Beziehungskiller: Wenn der Hund zum Rivalen wird

Wann wird die Liebe zum Haustier zum Beziehungskiller?

Falls Sie denken, Ihr Partner wird nur eifersüchtig, wenn Sie jemandem heiße Blicke zuwerfen - falsch gedacht! Denn häufig hat der Auslöser vier Pfoten, eine feuchte Schnauze und ein weiches Fell. Hund und Katze sorgen in Partnerschaften häufiger für Eifersucht, als man denkt. Tierisch eifersüchtig sind übrigens vor allem Männer. Sie können es oft nicht ertragen, wenn ihre Partnerin lieber mit dem Kater schmust.

Eifersucht auf das eigene Haustier
Wenn das Haustier die Hauptrolle in der Beziehung spielt. © picture alliance / Bildagentur-o

Haustiere stopfen oftmals Lücken, die der Partner nicht ausfüllt. Doch wenn die Beziehung zum Vierbeiner inniger ist als zum Partner selbst, läuft etwas falsch. Dass sich vor allem Männer in Konkurrenz zu den Vierbeinern sehen, ist für Psychotherapeut Wolfgang Krüger nicht überraschend. Männer fühlen sich autonom und stark. Wenn die Partnerin lieber mit dem Stubentiger schmust, können sich wahre Eifersuchtsdramen abspielen.

Verschieben sich die Prioritäten, ist das ein Problem für die Beziehung. Wenn die Partnerschaft nicht mehr im Vordergrund steht, sondern sich alles nur noch um das Haustier dreht, sollte das Gespräch gesucht werden. Die übertriebene Liebe zum Haustier ist häufig ein Ausdruck dafür, dass etwas in der Beziehung nicht rund läuft. Haustierbesitzer sollten das Klagen des Partners daher ernst nehmen. Verständnis füreinander und offene Worte helfen, die Eifersucht zu verringern.

Denn der Vierbeiner kann seinem Frauchen zwar sehr gut tun, ersetzt aber niemals einen menschlichen Partner. Damit das Haustier nicht zum Beziehungskiller wird, sollten also klare Regeln aufgestellt werden. Denn wenn er wieder das Gefühl hat, die Nummer eins zu sein, ist das Haustier auch keine Konkurrenz mehr.

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