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Hausstaubmilben: Allergieauslösende Spinnentierchen

Bild: Hausstaubmilben als Allergieauslöser
Hausstaubmilben können Allergien auslösen. Niesen und eine laufende Nase sind hier nur zwei von vielen Symptomen. © Getty Images/iStockphoto, andriano_cz

Hausstaubmilben finden sich in jedem Haushalt

Hausstaubmilben leben bei jedem von uns, auch wenn wir sie mit bloßem Auge nicht sehen können. Das liegt daran, dass die Hausstaubmilbe nur winzig kleine 0,1 bis 0,5 mm groß ist. Woher sie kommt, warum sie bei uns lebt und was wir gegen sie tun können, erfahren Sie hier!

Hausstaubmilben – so leben sie

Sie sind überall in unserer Wohnung, besonders gerne auf dem Teppich, der Couch, dem Vorhang oder auch unserem Bett: Hausstaubmilben.

Die winzigen Tierchen sind echte Vermehrungswunder: in ihrem Milbenleben, das zwischen zwei und vier Monaten andauert, legt ein Milbenweibchen bis zu 300 Eier. Die Eier sind jedoch gar nicht das Problem.

Viel ekliger: Hausstaubmilben produzieren in ihrem Leben das 200-fache ihres Körpergewichts an Kot. Und genau der ist es auch, was vielen Allergikern zu schaffen macht. Denn Allergiker reagieren auf den Kot der Milben, der sich in den Staub des Hauses mischt. Hausstaubmilben sind an sich keine Krankheitsüberträger.

Am wohlsten fühlen sich die winzigen Spinnentierchen bei 25 bis 30 Grad Raumtemperatur und einer Luftfeuchtigkeit von 65 bis 80 Prozent. Am besten geht es ihnen in den Sommermonaten, also zwischen Mai und Oktober. Danach macht ihnen die Heizungsluft in den Wohnungen zu schaffen und sie sterben. Doch gerade das ist für Allergiker ebenfalls ein Problem: tote Milben und ihr Kot zerfallen nach und nach zu Staub und werden beim Betten aufschütteln oder Staubsaugen durch die Luft gewirbelt – ihre Allergene sind dann gefühlt überall.

Hausstaubmilben: Symptome und Behandlung einer Allergie

Jeder zehnte Mensch hat eine Hausstaubmilbenallergie, in Deutschland sollen rund vier Millionen Leidensgenossen auf die Spinnentierchen und ihren Kot reagieren.

Und die Symptome der Allergie können Betroffenen ganz schön zu schaffen machen:

  • Schnupfen,
  • Kopf- und Halsweh,
  • Jucken und Tränen der Augen,
  • Atemnot
  • Asthma
  • Bei Menschen mit Neurodermitis kann sich durch den Milbenkot auch das Ekzem verschlechtern.

Ärzte verordnen deshalb auch immer wieder Medikamente, diese helfen jedoch nur kurzfristig bei akuten Allergiesymptomen. Meistens bekommen Allergiker dann Antihistaminika und Glukokortikoid-Lösungen. Bei starken Allergikern empfiehlt sich eine Hyposensibilisierung – also eine Allergie-Impfung. Diese ist zeitaufwendig und muss vom Arzt durchgeführt werden.

So geht es den Hausstaubmilben an den Kragen

In geschätzt 85 Prozent der Haushalte leben Hausmilben. Ob Ihr Haushalt ebenfalls betroffen ist können sie ganz einfach testen. Dafür gibt es in der Apotheke einen Schnell-Test, der in wenigen Minuten zeigt, ob Hausstaubmilben bei Ihnen leben. Immer mehr Hersteller preisen Produkte an, die angeblich 'für Allergiker geeignet' sind. Das geht von Matratzen bis zu Kuscheltieren. Nicht immer halten diese ihr Versprechen aber wirklich. Es gibt jedoch noch andere Möglichkeiten den Hausstaubmilben an den Kragen zu gehen und das Allergierisiko und die Folgen einzugrenzen:

  • Milben mögen es nicht heiß und trocken. Deshalb sollte die Bettwäsche regelmäßig in der Sonne gelüftet werden.
  • Gerade für Allergiker gilt: reinigen, reinigen, reinigen. Nicht nur Staubsaugen gehört zum Pflichtprogramm, sondern auch das nasse Wischen der Wohnung.
  • Lüften Sie die Wohnung mindestens einmal täglich ordentlich für mindestens 10 Minuten. Die Raumtemperatur sollte möglichst geringgehalten werden, ebenfalls sollte in den Zimmern keine zu hohe Luftfeuchtigkeit herrschen.
  • Das Bettzeug und die Bettwäsche sollten regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius, besser aber bei 90 Grad Celsius, gewaschen werden.
  • Beim Bettenmachen sollte darauf geachtet werden, die Bettdecken komplett vom Bett zu nehmen und die Matratzen ohne Decke lüften zu lassen. Ansonsten fühlen sich die Hausstaubmilben im verschwitzten Bett noch wohler.
  • Bei Kindern mit Allergie wird empfohlen die Kuscheltiere regelmäßig in der Waschmaschine zu waschen oder sie für eine Stunde in das Gefrierfach zu legen.

Auch wenn Sie das nicht gerne lesen werden: ganz ausrotten lassen sich die Hausstaubmilben auch bei größter Sauberkeit nicht. Wir Menschen leben schon seit der Steinzeit mit den Spinnentierchen zusammen und werden das wohl auch in Zukunft noch müssen.

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