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Hausstauballergie: Anzeichen und Behandlung

Gesunder Darm = weniger Allergien?
Gesunder Darm = weniger Allergien? So lässt sich die Darmflora aufbauen 00:02:22
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Gesunder Darm = weniger Allergien?

Fast ein Viertel aller Allergiker in Deutschland haben eine Hausstauballergie. Einer Forsa-Umfrage für die Deutsche Dermatologische Gesellschaft zufolge leiden 23 Prozent aller Allergiker in Deutschland an einer Hausstauballergie. 43 Prozent aller Allergiker haben eine Pollenallergie. Damit ist die Hausstauballergie die zweit häufigste Allergieerkrankung.

Was ist eine Hausstauballergie?

Bei einer Hausstauballergie sind die Betroffenen nicht direkt auf den Hausstaub allergisch, sondern vielmehr auf bestimmte Stoffe, die im Kot der Hausstaubmilben enthalten sind. Der passende Name wäre daher eher Hausstaubmilbenallergie.

Milben sind kein Anzeichen von mangelnder Hygiene. Sie gehören in das natürliche Lebensumfeld des Menschen. Die mikroskopisch kleinen Tierchen ernähren sich von abgestorbenen Hautzellen und finden so ausreichend Nahrung in unserer Umgebung.  

Nach dem Trocknen des Kots der Milben zerfällt dieser in viele kleine Teilchen, die sich mit dem Hausstaub vermischen. Symptome zeigen sich bei Hausstauballergikern vor allem dann, wenn dieser Staub durch das Aufschütteln von Textilien, wie Teppichen, Bettdecken oder Kissen aufgewirbelt und dann eingeatmet wird. 

Am schlimmsten wirkt sich die Hausstauballergie im Winter aus, wenn die Heizperiode beginnt. Zu diesem Zeitpunkt sterben zwar die Milben aufgrund der reduzierten Luftfeuchtigkeit ab, dennoch hat sich bis dahin eine Menge Kot im Staub angesammelt, da sich die Milben von Mai bis Oktober stark vermehren.

Symptome der Hausstauballergie

Eine Hausstauballergie äußert sich mit ähnlichen Symptomen wie zum Beispiel Heuschnupfen. Dazu gehören:

  • Jucken und Tränen der Augen
  • Kopf- und Halsschmerzen
  • Hustenreiz
  • Niesen
  • Hautirritationen
  • Allgemeines Unwohlsein

In besonders schweren Fällen kann es zu Atemnot oder allergischem Asthma kommen. Menschen, die von einer Hausstauballergie betroffen sind, leiden aufgrund dieser Allergie übrigens häufiger an Asthma als Menschen mit einer anderen Allergie!

Wenn Menschen über längere Zeit von der Hausstauballergie betroffen sind, können sich chronische Beschwerden der Nasenschleimhaut einstellen. Das führt zu einer dauerhaft verstopften Nase oder Niesanfällen.

Allergiker haben zum Beispiel auch Probleme beim Schlafen, weil sie permanent von den Allergieauslösenden Stoffen umgeben sind. Wenn Sie sich lange im Bereich der schädlichen Stoffe aufhalten, greift das den Körper besonders an.

Was kann ich gegen eine Hausstauballergie unternehmen?

Wenn Sie unter den oben genannten Symptomen leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen.

Manchmal lässt sich die medikamentöse Behandlung von einer Hausstauballergie vermeiden indem man seinen Haushalt möglichst milbenfrei hält. Zu hundert Prozent können Sie die kleinen Tierchen zwar nicht entfernen, aber vorbeugende Maßnahmen können helfen:

  • Mindestens alle sechs Wochen den Matratzenbezug und Bettzeug waschen
  • Milbendichte Überzüge über Bettdecke und Kissen ziehen
  • Bettwäsche wöchentlich wechseln und täglich aufschütteln
  • Regelmäßig lüften (morgens Stoßlüften)
  • Staubfänger wie zum Beispiel lange Vorhänge, Teppiche und Kuscheltiere meiden

Wenn sich die Symptome allerdings durch die vorbeugenden Maßnahmen nicht verbessern, sollten Sie eine Behandlung in Betracht ziehen.

Video: Jeden Zehnten plagen Allergien

Medikamente und Hyposensibilisierung

Bei der Behandlung der Hausstauballergie ist zwischen einer langfristigen Behandlung und einer kurzfristigen Linderung der Beschwerden zu unterscheiden.

Eine kurzfristige medikamentöse Behandlung mit Antihistaminika und Glukokortikoid-Lösungen bewirkt eine Linderung der Beschwerden in akuten Situationen.

Langfristig kann eine Hyposensibilisierung (Allergie-Impfung) helfen. Dabei werden nicht die Symptome behandelt, sondern die Ursache. Der Körper wird Schritt für Schritt an die Allergie auslösenden Stoffe gewöhnt. Mit i Hilfe von Tabletten, Tropfen oder Spritzen wird den Betroffenen das Allergen, welches die Beschwerden verursacht, zugefügt. Anfangs wird eine geringe Dosis verabreicht, die im Wochenabstand gesteigert wird. Ist die sogenannte „Erhaltungsphase“ erreicht, wird im Abstand von vier bis sechs Wochen die Hyposensibilisierung weitergeführt. Die Erhaltungsphase beschreibt den Zeitpunkt, an dem die maximale Dosis des Allergens verabreicht wird. Die Therapie kann sich über mehrere Jahre strecken.  

Sollten Sie eine medikamentöse Behandlung oder eine Hyposensibilisierung in Betracht ziehen, sollten Sie sich auf jeden Fall ausführlich von Ihrem Arzt beraten lassen.

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