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Hantavirus: Übertragung durch die Rötelmaus

Hantavirus: Rötelmaus ist Überträger
Das Hantavirus wird von der Rötelmaus übertragen © picture alliance / Arco Images G, Diez, O.

So schützen Sie sich vor dem Hantavirus

Dass die Hausarbeit nicht nur lästig, sondern auch gefährlich sein kann, ist bekannt: Rund 3 Millionen Menschen verletzen sich jährlich beim Kochen, Putzen oder der Kinderbetreuung. Doch bei Gartenarbeit ist auch aus einem anderen Grund Vorsicht geboten: Es droht eine Infektion mit dem Hantavirus. In Deutschland ist die Rötelmaus der Hauptüberträger des Virus. Das Hantavirus löst das sogenannte Hämorrhagische Fieber mit zunächst grippeähnlichen Symptomen aus.

Der leichte Verlauf zeichnet sich durch Fieber und Eiweiß im Urin aus. Beide Symptome heilen ohne Folgen aus. Bei bis zu einem Drittel der Erkrankten verläuft das Hämorrhagische Fieber komplizierter: Nach einer Fieberphase von 3 bis 7 Tagen mit Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautblutungen kommt es vorübergehend zu niedrigem Blutdruck, Herzrasen und evtl. Bewusstseinsstörungen. Das Hantavirus ist meldepflichtig.

Die Übertragung geschieht durch verschiedene Nager, die mit dem Speichel, den Fäkalien und dem Urin große Mengen an Erregern ausscheiden. In Deutschland sind vorwiegend Mäuse die Überträger, im besonderen die Rötelmaus. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt sowohl durch Kontaktinfektion als auch durch die Atmung - seltener durch Nagetierbisse. Es ist bislang nur ein einziger Fall von Mensch-zu-Mensch-Übertragung bekannt.

Doch Sie können sich vor dem Hantavirus schützen: Tragen Sie bei der Gartenarbeit Handschuhe. Beim Frühjahrsputz können Sie sich mit einem Mundschutz schützen. Denn auch über den Staub auf dem Dachboden kann das Virus übertragen werden. Im Zweifel kann ein Anfeuchten der betroffenen Flächen das Aufwirbeln von Staub verhindern oder mildern.

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