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Handy-Sucht: Sechs Tipps, was Sie dagegen machen können

Gegen Handy-Sucht hilft nur ein guter Schlachtplan

Ist das schon Handy-Sucht, wenn das Kind den ganzen Tag am Smartphone hängt? Viele Eltern kennen das Problem. Sie können das Handy nicht verteufeln, es gehört ja schließlich mittlerweile einfach dazu. Nur wenn das Smartphone langsam aber sicher vom eigenen Kind Besitz ergreift, es süchtig macht, was dann? Experten raten zu einem mehrteiligen Plan.

1. Kein Handy bei den Mahlzeiten

So gehört das Handy einfach nicht in Situationen, in denen es schlicht unhöflich wäre, ein Handy zu benutzen, zum Beispiel bei den Mahlzeiten. Das sehen auch Kinder sofort ein.

2. Schulaufgaben werden offline erledigt

Während der Zeit, in der die Hausaufgaben erledigt werden müssen, sollte das Smartphone ebenfalls tabu sein: Es lenkt ab und am nächsten Tag in der Schule droht Ärger, wenn die Aufgaben schludrig oder nur halb gemacht worden sind.

3. Im Unterricht ist das Handy tabu

Während des Unterrichts in der Schule wird das Handy ausgeschaltet. Das entspricht erstens den Vorschriften in wohl fast jeder Schule, es ist aber natürlich auch sinnvoll, sich voll und ganz auf den Unterricht zu konzentrieren.

4. Auch das Handy muss mal schlafen

Auch, dass das Handy abgegeben wird, wenn es für das Kind ins Bett geht, ist selbstverständlich. Denn auch ein Smartphone braucht mal Ruhe. Und ein Handy im Bett stört nicht nur die Nachtruhe sondern ist auch gesundheitlich bedenklich.

5. Am Sonntag gehört die Familie sich

Eine weitere Maßnahme gegen die Handy-Sucht ist die Einführung eines handyfreien Sonntags. Der Sonntag gehört der Familie und deshalb kann das Gerät ausgeschaltet bleiben. Ein handyfreier Sonntag ist eine tolle Einrichtung, verlangt aber Disziplin von der ganzen Familie. Auch für die Eltern und eventuell vorhandene größere Geschwister muss dann natürlich Handyfreiheit gelten.

6. Eine App hilft, die Online-Zeit zu begrenzen

Eine ausgezeichnete App für Kinder und Jugendliche, um die Zeit zu checken, die sie online verbringen ist der Online-Wecker. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet diese App an, die jeder selbst konfigurieren kann. Einfach das tägliche Online-Zeit-Budget einstellen. Ist das verbraucht, meldet sich der Wecker. Diese App kann dem Kind dabei helfen, sich selbst zu disziplinieren und ein besseres Gefühl dafür zu entwickeln, wie lange es online war.

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