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Handcreme im Test: Cremt teuer besser?

Handcreme im Test: Cremt teuer besser?
Handcreme im Test: Cremt teuer besser? Handpflege unter der Lupe 00:05:38
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Teuer vs. billig: Welche Handcreme ist die beste?

Egal ob zu Hause, im Büro oder unterwegs: Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Handcreme einfach immer dabei. Doch was bringen solche Cremes wirklich? Macht der Preis eigentlich einen Unterschied? Und können Handcremes tatsächlich abhängig machen? Wir haben den Test gemacht und ihn von einem Experten betreuen lassen – mit überraschendem Ergebnis.

Handcreme im Test
Ist teure Handcreme wirklich besser? © picture alliance / Bildagentur-o

Vor dem Test wird die Haut aller drei unserer Testerinnen von einem Dermatologen untersucht. Dann geht der Test los: Die erste Testerin hat zuvor nie Handcreme verwendet und benutzt nun regelmäßig eine handelsübliche Handcreme aus der Drogerie für 1,25 Euro. Wir wollen herausfinden, ob sich ihr Hautbild verbessert und ob die Creme tatsächlich abhängig macht. Ergebnis? Dermatologe Dr. Hans-Georg Dauer sagt: "Es hat sich nichts verändert." Die Testerin aber ist der Ansicht, ihre Hand fühle sich durch die Anwendung durchaus weicher und geschmeidiger an.

Doch kann man nach Handcremes tatsächlich süchtig werden? Unsere Testerin jedenfalls fühlt sich nicht abhängig, doch wir wollen es vom Experten ganz genau wissen. "Abhängigkeiten können nur entstehen, wenn der Körper etwas bekommt, was er nicht braucht. Das heißt, wenn es bei Handcremes entsteht, dann ist es die falsche Handcreme", erklärt Dr. Dauer. "Wenn Sie die richtige Creme haben, entsteht auch keine Abhängigkeit."

Die selbstgemischte Creme kann nicht überzeugen

Unsere zweite Testerin verwendet selbstgemachte Creme, die sie mit einem Rezept aus dem Internet herstellt. Inhalte sind Salbengrundlage aus der Apotheke, Olivenöl, Panthenol und ein paar Tropfen Duftöl. Insgesamt kostet die selbstgemischte Handcreme 4,93 Euro.

Kann dieses Mittel unseren Experten bei der Hautanalyse überzeugen? Auch das Hautbild dieser Testerin hat sich nicht verändert. Sie selbst ist nicht überzeugt von dem Gemisch: Es fühle sich zu fettig an und ziehe nicht richtig in die Haut ein.

Die dritte Testerin macht den Vergleichstest: Auf ihrer rechten Hand benutzt sie eine Handcreme für 85 Cent, auf ihrer linken Hand eine für stolze 19,59 Euro. Welche Hand fühlt sich am Ende besser an? Bereits während des Tests gibt es einen klaren Favoriten - die rechte Hand. Auch der Dermatologe Dr. Dauer ist von der günstigeren Creme überzeugt. Während die teure Creme rein gar nichts am Hautbild verändert hat, ist das Hautbild der Hand, die mit der günstigeren Creme behandelt wurde, wesentlich glatter und gesünder geworden.

Unser Fazit: Wenn es um Handcreme geht, heißt teurer nicht gleich besser. Wer dennoch unsicher ist, welche Creme für ihn die richtige ist, kann sich von seinem Dermatologen oder in der Apotheke beraten lassen.

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