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Hammer-Rechnung: Über 15.000 Euro für Smartphone-Fotos aus dem Urlaub

Fotos verschicken aus dem Urlaub kann teuer werden
© picture-alliance/ dpa, Jörg Carstensen

Teure Handy-Grüße aus dem Urlaub

15.158,01 Euro - als die 47-jährige Kölnerin den Rechnungsbetrag gehört hat, ist sie fast umgekippt. Mit Mann und Enkel war sie für acht Tage in der Türkei im Urlaub. Erst in der rheinischen Heimat bekam sie die Hammer-Rechnung präsentiert. Dabei beteuert sie gegenüber dem Kölner Express: "Mein Mann hat zweimal Bilder bei einem sozialen Netzwerk Fotos hochgeladen."

Dabei ist die Frau kein Einzelfall. Mal eben die Mails checken, schnell eine Nachricht über WhatsApp verschicken oder die Daheim-Gebliebenen mit einem Urlaubsfoto beglücken - es gibt diese und 1000 andere gute Gründe, auch im Urlaub online zu sein. Allerdings können die dann anfallenden Roaming-Gebühren schnell unfassbar hoch werden. Das sind die Kosten, die entstehen, wenn man mit dem Handy in einem ausländischen Netz unterwegs ist. EU-weit gibt es dafür seit 1. Juli eine neue Preisobergrenze:

Ein Megabyte darf noch maximal 54 Cent kosten. Die Datenmenge ist aber schon verbraucht, wenn einfach nur eine einfache App heruntergeladen wird. Und außerhalb der EU - wie in der Türkei - sind die Gebühren kaum noch überschaubar, sagt Urs Mansmann von der Computerzeitschrift c't.

Mit diesen Tipps vermeiden Sie jede Handy-Kostenfalle

Der Netzbetreiber muss zwar vorsorglich die Internetverbindung auf dem Handy kappen, sobald mehr als 59,50 Euro versurft wurden. Doch oft übermitteln ihm ausländische Anbieter die Daten nicht sofort. Bis die Warnung kommt, könnte eine Menge Geld weg sein. Wie geht es dann günstiger?

Tipp 1: Sprechen Sie vor Urlaubsbeginn mit Ihrem Telefonanbieter über einen günstigen Auslandstarif.

Tipp 2: Suchen Sie sich vor Ort sogenannte WLAN-Hotspots: Per Funk bauen Sie dort eine Verbindung zwischen Ihrem Handy und einem bereits vorhandenen Internet-Anschluss auf - kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr. Fragen Sie einfach in Ihrem Hotel oder in Cafés und Bars nach!

Tipp 3: Besorgen Sie sich im Urlaubsort eine sogenannte Prepaid-Karte mit Datenoption! Eine Guthabenkarte, mit der sie solange surfen, bis der Betrag aufgebraucht ist. Für 10 Euro bekommt man zum Beispiel bereits 500 Megabyte im Monat.

Die sollten für die Ferien reichen - bei im Schnitt 20 Megabyte, die man pro Tag im Urlaub surft.

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