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Häusliche Gewalt: Die zweifache Mutter Emma zeigt der Welt ihr Schicksal

SO macht dieses Opfer (26) anderen Frauen Mut
SO macht dieses Opfer (26) anderen Frauen Mut Häusliche Gewalt 00:03:03
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Mit ihrem Anliegen will die 26-jährige Emma anderen betroffenen Frauen Mut machen

Eine junge Frau spricht in die Kamera ihres Smartphones, ihre Stimme ist klar. Sie sitzt vor einer Holztreppe, im Hintergrund sieht man ihren kleinen Sohn herumkrabbeln. Was sofort irritiert ist ihr gezeichnetes Gesicht: Emma Murphy hat ein blaues Auge.

Ihr Video beginnt harmlos: "Hallo Leute, mein Name ist Emma, Emma Murphy… Ich habe zwei Kinder, Xavier und Arabella, sie ist sieben Monate alt." Doch schnell wird Emmas Anliegen deutlich, es geht um häusliche Gewalt: "Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das Video posten soll…ich habe mich dafür entschieden. Ich muss das für mich und meine Kinder tun. Ich muss Aufmerksamkeit schaffen für all die Frauen da draußen."

Die 26-jährige Emma kommt aus Dublin. Dreieinhalb Jahre war sie mit ihrem Freund zusammen, der auch der Vater der beiden Kinder ist. "Ich dachte, er wäre die Liebe meines Lebens. Er war die Liebe meines Lebens", Emma kann bei diesen Worten ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.

"Kein Mann hat das Recht, seine Hand gegen eine Frau zu erheben!"

Ihr Ex-Freund ist in Irland ein bekannter Fitnesstrainer. Er betrügt Emma mit einer Klientin. Im Juni 2015 meldet sich die Affäre bei Emma um ihr mitzuteilen, dass sie schwanger sei – von Emmas Freund. Für die 26-jährige Mutter bricht eine Welt zusammen. Trotzdem will sie dem Vater ihrer Kinder eine zweite Chance geben. Doch der betrügt sie weiter.

Als Emma erfährt, dass ihr Freund sie weiter hintergeht, will sie ihn im Fitnessstudio zur Rede stellen: "Er hat alles abgestritten. Als ich sein Handy greifen wollte, hat er mir ins Gesicht geschlagen. Er war nicht das erste Mal."

Jetzt erst stand für Emma fest, dass sie das Verhalten nicht mehr akzeptieren konnte: "Kein Mann hat das Recht, gewalttätig zu sein. Kein Mann, egal ob groß oder klein oder wo er herkommt. Kein Mann hat das Recht, seine Hand gegen eine Frau zu erheben.“

Mit ihrem Anliegen will Emma anderen betroffenen Frauen Mut machen, ebenfalls zu handeln: "Wenn irgendjemand da draußen im Moment dasselbe durchmacht, was ich durchmachen musste: Ihr müsst den Mut finden und euch von dem, was so ungesund ist wie Gewalt, zu trennen. Geht zu euren Freunden und Familie. Zu Menschen, die euch lieben und spricht mit ihnen – vor allem, wenn ihr Kinder habt….Du musst gehen, wenn du nicht mehr sicher bist.“

Emma Murphy war in ihrer Beziehung nicht mehr sicher, weder psychisch noch physisch. Sie hat sich getrennt, einen klaren Schnitt gezogen. Ihre Kinder solle nie wieder ansehen müssen, wie ihre Mutter gedemütigt wird. Die aktuellen Bilder, die Emma auf ihrem Twitter-Account postet, lassen für die Zukunft hoffen. Darauf zu sehen ist eine hübsche junge Mutter, die mit ihren beiden kleinen Kindern durch Leben geht – mit einem strahlenden Lachen im Gesicht.

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