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Guido Maria Kretschmer: "Ein dicker Hintern macht manchmal auch Sinn"

Magerwahn? Nicht mit Guido Maria Kretschmer!

Diät-Wahn und eine falsche Selbstwahrnehmung prägen das Selbstbild und somit auch den Alltag vieler Frauen. Die Magermodels auf den Catwalks dieser Welt unterstützen diesen Trend umso mehr. Auch auf der Berlin Fashion Week, auf der wir Guido Maria Kretschmer getroffen haben. Der Stardesigner hat uns verraten, was er von den durch Medien und Gesellschaft geprägten Schönheitsidealen hält.

"Ich mag Frauen oder Mädchen die auch eine frauliche Figur haben. Das ist natürlich auch mit Größe 36 machbar", erklärt der 49-Jährige, "es gibt aber auch sehr schlanke Mädchen mit Größe 34, die toll proportioniert sind. Ich mag es nicht, wenn die Mädchen verhungert aussehen und das auch manchmal sind." Besonders bei Modenschauen, wie der Fashion Week breche bei ihm eine gewisse Fürsorgepflicht aus.

"Ein dicker Hintern macht auch manchmal Sinn, ne. Es sitzt sich gut, denk ich mal. Sitz mal mit ganz Dünnen im Kino, die sind doch immer ganz oft Aua, tut denen alles weh und die Dicken die haben die zweite Tüte Popcorn aufgemacht und denken die, 'Och Mensch, ist ja gesellig heute Abend'", fügt er augenzwinkernd hinzu.

Um das realistische Bild einer Frau geht es Guido Maria Kretschmer auch in seiner neuen Show 'Deutschlands schönste Frau'. Dem Modedesigner liegt viel daran, ein realistisches Schönheitsideal zu vermitteln - jenseits von Size Zero oder 90-60-90."Es gibt so viele Möglichkeiten von Schönheit, Eleganz und auch von Herzenswärme und das ist so ein bisschen die Idee, die dahinter steckt." Guido Maria Kretschmer selbst fühlt sich übrigens sehr wohl in seiner Haut. Auch wenn er ab und wann Mal die ein oder andere Diät ausprobiert, um lästige Pfündchen loszuwerden.

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