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Grippewelle: Alle Fakten zu Impfung und Vorbeugung

So schützen Sie sich vor Influenza & Co.

Es geht wieder los: Die Kollegen husten und schniefen, in Bus und Bahn wird kräftig geniest und geschnäuzt. Eine Grippewelle ist im Anmarsch - und das ist erst der Anfang. Mediziner warnen: In den kommenden Monaten könnte die Zahl der Grippefälle in Deutschland deutlich zunehmen. Damit Sie den Viren und Bakterien entgehen, sollten Sie einige Regeln beachten und über eine Grippeschutzimpfung nachdenken.

Grippeschutzimpfung nötig?
Impfen oder nicht - das ist für viele Grippe-anfällige Menschen die entscheidende Frage. © dpa, Ralf Hirschberger

Impfung ja oder nein? Das fragen sich auch die Mütter Anja und Madeleine. "Es gibt ja immer neue Grippewellen und immer neue Impfstoffe. Irgendwann wird der Körper vielleicht immun und dann wird man prinzipiell krank - deshalb finde ich das sinnlos", sagt Anja. Madeleine sieht die Sache grundlegend anders: "Ich werde auf jeden Fall meine Kinder impfen lassen."

Gut 8 Millionen Impfdosen stehen für diese Saison schon bereit. Experten vermuten, dass die Zahl der Grippefälle in diesem Jahr zunehmen wird. Professor Dr. Bernhard Ruf: "In den letzten beiden Influenzajahren hatten wir sehr milde Verläufe und sehr wenig schwere Krankheitsfälle. Dadurch aber, dass die Impfbereitschaft abgenommen hat, kann man davon ausgehen, dass es nicht so milde bleibt."

Für Kleinkinder können Erkältungsmittel gefährlich sein

Bis zu 15.000 Grippetote gibt es pro Jahr in Deutschland. Übertragen wird die scheinbar harmlose Erkrankung vor allem per Tröpfcheninfektion beim Niesen und Husten, aber auch auf Oberflächen wie Türklinken oder Computertastaturen kann das Virus ansteckend bleiben. Typische Symptome einer schweren Grippe sind:

- Sehr hohes Fieber (bis zu 40 Grad)

- Schüttelfrost

- Kopf- und Gliederschmerzen

- Appetitlosigkeit und Übelkeit

Vorsicht ist geboten, wenn es um die Behandlung von Grippe oder Erkältungen geht. Besonders für Kleinkinder können Erkältungsmittel verheerende Nebenwirkungen haben oder sogar tödlich sein. "Das Problem sind rezeptfreie Mittel, weil diese Mischungen aus ganz verschiedenen Substanzen sind", sagt Dr. Ruf. Fragen Sie also unbedingt einen Arzt oder Apotheker, ob das empfohlene Präparat auch für Ihr Kind verträglich ist.

Kritisch sind vor allem Erkältungsmittel mit Antihistaminika der ersten Generation. Sie können Benommenheit, Atem- und Herzrhythmusstörungen, Mundtrockenheit und Verstopfung auslösen. Informieren Sie sich deshalb genau, mit welchen Wirkstoffen Sie es zu tun haben. Besser als die Grippebehandlung bleibt in jedem Fall die Vorsorge. Das wissen auch die Mütter Anja und Madeleine. Schon mit regelmäßigem Händewaschen können Sie sich und Ihre Kinder wirkungsvoll vor einer Ansteckung schützen.

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