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Grippewelle 2016 rollt: Die Influenza-Viren breiten sich aus

Grippewelle: Wie stark ist Ihre Region betroffen?
Grippewelle: Wie stark ist Ihre Region betroffen? Karte zeigt Unterschiede in der Verbreitung 00:00:34
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Lohnt sich die Impfung für die Grippewelle 2016 noch?

Husten Sie auch schon? Die Grippewelle ist in vollem Gange. Kopf- und Gliederschmerzen, Halsweh und Fieber: So mancher plagt sich mit diesen Symptomen. In der achten und neunten Kalenderwoche gab es laut Robert-Koch-Institut (RKI) jeweils mehr als 5.000 bestätigte Infuenza-Fälle innerhalb von sieben Tagen.

Von der Grippewelle sind derzeit vor allem Schulkinder betroffen. Trotz des beginnenden Frühlings sei zudem noch kein Ende der Infektionswelle abzusehen, sagte Silke Buda, Grippe-Expertin des Robert Koch-Instituts. Zunächst hatten Grippeviren in diesem Winter vor allem Menschen zwischen 15 und 59 Jahren zu schaffen gemacht. Ursache der Verschiebung ist eine Veränderung bei den zirkulierenden Virenstämmen: Statt A(H1N1)pdm09 ("Schweinegrippe") dominiert nun Influenza-Typ B. Knapp 6.400 laborbestätigte Fälle wurden dem aktuellen RKI-Wochenbericht zufolge in der vergangenen Meldewoche bekannt - so viele wie noch nie in diesem Jahr.

Seit dem Saisonbeginn im Herbst wurden rund 26 200 bestätigte Fälle gemeldet, 72 Menschen starben. Nicht eingerechnet ist die unbekannte Zahl der nicht im Labor bestätigten Fälle.

Influenza beginnt meist abrupt mit Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber, bevor Halsschmerzen oder Husten einsetzen. Die Viren verändern sich genetisch von Saison zu Saison. Der Verlauf der Grippewelle ist dem RKI zufolge nicht absehbar. Sie dauert demnach im Schnitt drei bis vier Monate.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die 'Ständige Impfkommission' des RKI empfiehlt wegen des erhöhten Infektionsrisikos folgenden Personengruppen eine Grippeschutzimpfung: Medizinischem Personal, älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken jeden Alters und Schwangeren. Impfungen führen in der Regel der Hausarzt und einige Gesundheitsämter durch.

Aber auch andere Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören, können sich auf Wunsch impfen lassen. Auch für sie ist der Hausarzt erster Ansprechpartner.

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