LEBEN LEBEN

Grills im Vergleich: Gas besser als Kohle

Welcher Grill ist besser: Kohle oder Gas? Stiftung Warentest hat jeweils sechs Grills aus beiden Kategorien untersucht und miteinander verglichen.
Nur auf dem Holzkohlegrill gibt es den typischen Grillgeschmack © picture alliance / blickwinkel/M, McPHOTO

Gasgrills bekommen bessere Noten

Die Deutschen sind im Grillfieber: Sowohl Kohle- als auch Gasgrills erfreuen sich großer Beliebtheit. Stiftung Warentest hat nun Grills mit beiden Arten der Befeuerung untersucht. Das Ergebnis: Gasgrills bekommen zwar bessere Noten, sind dafür aber teurer und lassen das typische Kohlearoma vermissen.

Beide Arten von Grills haben ihre Anhänger: Für Puristen kommen nur Holzkohlegrills in Frage. Sie bevorzugen den unkomplizierten Aufbau des Grills und das typische Aroma, das nur bei Verwendung von Holzkohle entsteht. Perfektionisten setzen dagegen auf Gasgrills: Diese lassen sich flott aufheizen, produzieren weder Rauch noch Asche und brennen länger als jeder Kohlegrill.

Beide Grillarten haben auch ihre Nachteile. Kohlegrills produzieren neben dem störenden Rauch auch eine Menge Asche, die am Morgen nach der Grillparty beseitigt werden muss. Der Grill braucht eine gute Weile zum Aufheizen (ca. 30 Minuten) und während des Grillens lässt sich die Temperatur kaum steuern. Gasgrills wiederum sind um einiges teurer als die Kohle-Pendants, müssen allerdings vor der Benutzung mit viel Geduld und Geschick selbst aufgebaut werden. Viele Grillfans vermissen hier die Holzkohlenote, die sich auf einem Gasgrill nur mit speziellen Hilfsmitteln erreichen lässt.

Folgendermaßen hat Stiftung Warentest die Grills bewertet: 40 Prozent der Gesamtnote macht der Grillvorgang aus. Darunter fallen die Aufheizzeit, die Verteilung der Temperatur auf der Grillfläche, die Regelung der Brennertemperatur, die Fähigkeit, die Grilltemperatur zu halten sowie die Gleichmäßigkeit der Bräunung auf den gegrillten Lebensmitteln. 35 Prozent der Note macht die Handhabung des Grills aus, die Sicherheit weitere 10 Prozent. Die Verarbeitung und Wetterbeständigkeit der Geräte machen jeweils 5 Prozent der Note aus.

Das sind die besten und schlechtesten Grills im Test

Testsieger (Note ‚Gut‘, 2,0) ist das Gas-Modell ‚Spirit E-320 Classic‘ des Herstellers Weber. Allerdings ist es mit einem Preis von ca. 650 Euro auch eines der teuersten Geräte im Test. Ebenfalls ‚gut‘ schneidet der Zweitplatzierte für 200 Euro weniger ab: Der Grill ‚Berbecook Brahma 4.0 Ceram‘ wird mit 2,1 benotet. Der schwächste Gasgrill heißt ‚Landmann Cronos‘ und ist ‚befriedigend‘ (2,9).

Auch bei den Holzkohlegrills sind Barbecook und Weber auf den beiden ersten Plätzen, hier führt jedoch Barbecook die Liste an. Das Modell ‚Major Black Go‘ und der zweitplatzierte ‚Weber Master Touch GBS‘ erreichen beide die Note ‚gut‘ (2,4) – das Modell von Barbecook ist dabei 100 Euro günstiger. Wie bei den Gasgrills landet auch in der Kategorie der Kohlegrills ein Modell des Herstellers Landmann auf dem letzten Platz: ‚Landmann Compact 700‘ ist zwar mit einem Preis von ca. 100 Euro der billigste Grill im Test, muss sich aber auch mit der Note ‚befriedigend‘ (2,7) zufrieden geben.

Top & Flop bei den Gasgrills:

Weber Spirit E-320 Classic, Note: Gut (2,0), Preis: ca. 650 Euro

Landmann Cronos, Note: Befriedigend (2,9), Preis: ca. 380 Euro

Top & Flop bei den Kohlegrills:

Barbecook Major Black Go, Note: Gut, (2,4), Preis: ca. 189 Euro

Landmann Compact 700, Note: Befriedigend (2,7), Preis: ca. 100 Euro

Quelle: test 6/2014

Anzeige