Grenzen setzen: Auf Schimpfwörter richtig reagieren

Grenzen setzen Kind Schimpfwörter
Spätestens ab dem Kindergartenalter testen Kinder Ihre Grenzen aus. © iStockphoto

Schimpfwörter: Was hilft?

Spätestens im Kindergarten schnappen Kinder Schimpfwörter auf, die sie zuhause nur zu gerne wiederholen. Rogge und Bartram verraten, wie Sie auf die Kraftausdrücke Ihrer Kinder am besten reagieren.

Hören Sie ein bestimmtes Schimpfwort das erste oder zweite Mal überhören Sie es am besten. Das Kind begreift dann oft von ganz alleine, dass diese Ausdrücke zu Hause offensichtlich nicht ankommen. Fragen Sie nicht "Wo hast du das denn her?". Dadurch gerät das Kind schnell in eine Verteidigungsposition und neigt dazu anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Wenn das Überhören keinen Erfolg hat, müssen Sie handeln und Grenzen setzen. Von erheblicher Bedeutung ist dabei die Art und Weise, wie Sie diese setzen. Argumentieren Sie nicht auf einer abstrakten 'Man-Ebene', sondern machen Sie deutlich "Ich möchte das nicht hören!" Vermeiden Sie auf evt. 'Warum-Fragen‘ langatmige Erklärungen und sagen schlichtweg: "Ich mag dieses Wort nicht". Ein Kind braucht klare und kurze Antworten.

Mit unangemessenem Verhalten richtig umgehen

Auch wenn Sie gefühlsmäßig geladen sind, vermeiden Sie unbedingt das Kind anzuschreien. Das führt eher zu einer Trotzreaktion.

Sprechen Sie mögliche impulsive Reaktionen Ihres Kindes schon vorher kurz an. Sollten Sie bemerken, dass Ihr Kind sich nicht an die vorher vereinbarten Regeln hält, holen Sie es kurz aus dem Spiel raus. Solch eine Auszeit kann eine Eskalation verhindern.

Verzichten Sie darauf Ihr Kind vor anderen Kindern zu demütigen, indem Sie es laut zurechtweisen.

Vereinbaren Sie ggf. ein Zauberwort, dessen Bedeutung nur Sie und Ihr Kind kennen. So vermeiden Sie, ständig den Namen Ihres Kindes oder "Nein" zu rufen. Fällt das Zauberwort, ist das der Hinweis an das Kind sich an die abgesprochenen Regeln zu halten.

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