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Graue Haare selbst verringern

Graue Haare selbst verringern
© PhotoAlto/Bodycare & Make-up

Aus grau mach bunt

Wer von uns kennt das nicht. Wir stehen vor dem Spiegel und aus unserer mehr oder weniger großen Haarpracht schauen die ersten grauen Härchen hervor. Und es dauert meist nicht allzu lang, dann machen sich die grauen Haare auf unserem Kopf regelrecht breit. Der Nachteil an der Sache: Nur die wenigsten freuen sich über die grauen Haare. Zwar haben zumindest einige Männer das Gefühl mit grauen Ansätzen reifer zu wirken, doch die Mehrheit würde lieber ihre Ursprungsfarbe behalten. Also wird gefärbt und getönt, bis möglichst kein grau mehr zu sehen ist.

Was viele aber gar nicht wissen: Graue Haare sind offenbar nicht allein nur eine Folge des Alterungsprozesses - sondern auch von Faktoren, die man selbst beeinflussen kann. Dies hat jetzt ein Team japanischer Wissenschaftler herausgefunden. Den Forschern zufolge hat nicht nur das Alter, sondern auch Stress Einfluss auf die Haarfärbung. Wenn das Haar ergraut, haben sich demnach allzu viele aggressive Moleküle in der Haut angesammelt, die den so genannten "oxidativen Stress" auslösen und das Erbgut schädigen. Wenn das Haar grau wird, haben sich allzu viele aggressive Moleküle in der Haut angesammelt, die "oxidativen Stress" auslösen und das Erbgut schädigen

Mit oxidativem Stress ist ein Zustand gemeint, bei dem im menschlichen Körper die Bildung freier Radikale eine gesunde Konzentration übersteigt. Freie Radikale sind im Prinzip Abkömmlinge von Sauerstoff aus der Atmung. Ohne Sauerstoff können wir nicht leben, aber Sauerstoff in Form von Freien Radikalen verursacht lebensbedrohliche Krankheiten und fördert eben auch den vorzeitigen Alterungsprozess, also auch das grauer werden der Haare.

Oxidativer Stress kann durch Faktoren wie Umweltbelastungen, Ernährungsmängel, körperlicher oder seelischer Stress, aber auch Medikamente, Verletzungen und Rauchen ausgelöst werden. Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Alles, was diesen Stress stoppen könne, würde auch das Ergrauen aufhalten, folgerten die Wissenschaftler. Wer also das Wachstum seiner grauen Haare stoppen will, sollte die oben genannten Einflussfaktoren kontrollieren und überlegen, in wie weit sich etwas ändern lässt. Hören Sie beispielsweise mit dem Rauchen auf oder ernähren Sie sich ausgeglichener.

Die Forscher hatten bei Experimenten mit Mäusen herausgefunden, dass ein Übermaß an geschädigtem Erbgut jene Stammzellen zerstört, die normalerweise für Nachschub an melaninproduzierenden Zellen in den Haarfollikeln sorgen. Wenn alle Zellen, die dieses Farbpigment bilden können, abgestorben sind, lagern sich statt der Farbe Luftbläschen in die Haare ein. Diese erscheinen dann grau bis weiß.

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