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Gold gegen Rückenschmerzen - Alternative zu Endo-Prothesen?

Rückenschmerzen: Nichts hilft, bis auf Gold

Kann eine einfache und recht kostengünstige Behandlung mit reinem Gold chronische Rücken- und Gelenkschmerzen heilen? Die deutschen Krankenkassen bevorzugen derzeit noch die sehr teure und riskante Endoprothetik, also den Einbau künstlicher Knie- oder Hüftgelenke. Rund 375.000 dieser Operationen werden jedes Jahr in Deutschland durchgeführt. Das verursacht Kosten in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro. Doch der Erfolg ist oft nur gering. Viele Patienten benötigen weitere Operationen und bleiben für den Rest ihres Lebens Risikopatienten.

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In der Tiermedizin dagegen ist die Behandlung mit Goldimplantaten – millimetergroßen Teilchen aus reinem Gold – seit den 80er-Jahren erfolgreicher Standard. Mittels einer Hohlnadel werden beispielsweise Hunden und Katzen kleine Teilchen aus 24-karätigem Gold rund um die schmerzenden Stellen injiziert. Das Ergebnis ist häufig verblüffend: Tiere, die sich schon lange nur noch schleichend fortbewegt hatten, tollen wieder umher, als wäre nichts. Dennoch behandeln nur wenige Ärzte in Deutschland nach dieser schonenden und kostengünstigen Methode.

Goldionen blocken Entzündung ab

Dass die Goldtherapie wirkt, steht außer Zweifel. Wie die Goldtherapie wirkt, ist aber bislang nur ansatzweise erforscht. Offenbar verhindern geringste Mengen Goldionen, die sich von den Goldteilchen im Körper lösen, dass sich eine Entzündung bildet. Die in erster Linie ist für die Schmerzen verantwortlich ist, die die Kranken ans Bett fesseln.

Wärmepflaster, entzündungshemmende Cremes, Schmerztabletten und Kreislauftropfen: Die Liste der Medikamente, die Betroffene ausprobieren, um die rasenden Schmerzen zu lindern, um handlungsfähig zu bleiben, ist lang. Aber nichts hilft zuverlässig und dauerhaft. Eine erste Studie im wissenschaftlichen „Doppelblind“-Versuchsaufbau – ein Teil der Versuchsgruppe wird mit Gold behandelt und ein anderer mit einem wirkungslosen Ersatz, und weder Ärzte noch Patienten wissen, welcher Patient die Gold-Behandlung erhielt und welcher nicht – zeigte bereits die Überlegenheit der Gold-Behandlung. Dennoch ist weitere Forschung notwendig.