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Glücksgen bei Frauen entdeckt

Glücksgen bei Frauen entdeckt

Glücksgen macht Frauen glücklich

Warum sind Frauen so oft glücklicher als Männer? Diese Frage haben sich Wissenschaftler der University of South Florida in Tampa gestellt und dabei Gene unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Bei Frauen kann das Gen Monoamin-Oxidase A (MAOA), welches Glückshormone oder Botenstoffe wie Serotonin oder Dopamin abbauen soll, manchmal auch inaktiv sein. Die Folge: Frauen mit inaktivem MAOA – und somit mehr Serotonin oder Dopamin im Gehirn - sind glücklicher als andere Menschen.

Bei Männern ist das Gen zwar auch manchmal inaktiv, aber dies hat keinerlei Einfluss auf ihre Gefühle. Sie sind also genetisch gesehen weniger happy als Frauen. Der Forscher Henian Chen und sein Team beobachteten 193 Frauen und 153 Männer. Eine Erklärung für den Geschlechterunterschied haben sie nicht wirklich, vermuten aber, dass das Testosteron die Ursache für die Wirkung von MAOA sein könnte.

Für die These, dass MAOA das Glücksgefühl reguliert, spricht außerdem, dass Frauen, die das inaktive Gen von ihrer Mutter und von ihrem Vater geerbt haben, sogar noch glücklicher sind als jene, bei denen nur ein Elternteil die aktive Variante von MAOA in sich trägt. Doppeltes inaktives MAOA gleicht also doppelten Glücksgefühlen.

„Ein wenig aktives Gen dieser Art wurde bisher in Verbindung gebracht mit Alkoholismus, Aggressivität und antisozialem Verhalten“, sagte Chen im Fachjournal Neuro-Psychopharmacology and Biological Psychiatry. Noch ein Grund mehr also, sich das auch als „Kämpfer-Gen“ bekannte MAOA noch genauer anzuschauen.

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