Gleichstellungspreis für Anke Schäferkordt

Gleichstellungspreis für Anke Schäferkordt

Weibliche Vorbild für Nachwuchsmanagerinnen

Am Freitag erhielt Anke Schäferkordt in Berlin den renommierten Mestemacher "Managerin des Jahres 2014". Mit dem Preis wurde ihr Arbeit als Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland sowie als CO-CEO der RTL Group gewürdigt. Stifter des vielbeachteten Gleichstellungspreises ist die Großbäckerei Mestemacher. Initiatorin ist Prof. Dr. Ulrike Detmers, Gesellschafterin und Mitglied der zentralen Unternehmensleitung der Mestemacher-Gruppe.

Die Auszeichnung umfasst die wertvolle Silberstatue OECONOMIA, 5.000 Euro Preisgeld für soziale Zwecke. Das Geld wird von Frau Schäferkordt an die "Stiftung RTL - Wir helfen Kindern" gespendet, die den Geldbetrag zweckgerichtet an das RTL Kinderhaus "Magdalena" in Berlin-Lichtenberg weiterleiten wird (siehe www.rtlwirhelfenkindern.de).

Anke Schäferkordt erhält die renommierte Auszeichnung als 13. Preisträgerin. Die Auszeichnung zielt seit 2002 darauf ab, in der Öffentlichkeit die Führungskompetenz von Frauen herauszustellen und damit weibliche Vorbilder für Nachwuchsmanagerinnen zu präsentieren. Die Preisverleihung fand vor mehr als 300 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien – darunter auch Liz Mohn, Vorsitzende der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft – in Berlin statt.

Bei der Preisübergabe im Berliner Hotel Adlon würdigte Prof. Dr. Ulrike Detmers die Preisträgerin: "Anke Schäferkordt hat mit ihren unternehmerischen Leistungen großen Anteil am Erfolg des Medienkonzerns RTL Group. Sie ist ein weiterer Leuchtturm in der Männerwelt Wirtschaft." Die Stifterin zudem: "Anke Schäferkordt ist eine kluge Strategin, die sich in der Männerwelt Wirtschaft ihren Platz in der ersten Reihe erfolgreich erarbeitet hat."

In ihrer Dankesrede sagte Anke Schäferkordt, sie sei sehr stolz, sich in die Riege der Preisträgerinnen des renommierten Preises einreihen zu dürfen. Sie könne zwar ohne jegliche Vorbereitung bis zu 120 Minuten über die Zukunft des Fernsehens referieren, doch diese Dankesrede sei eine ungewohnte Aufgabe – schließlich müsse sie hier nicht über das Geschäft, sondern über sich selber reden und zudem das erste Mal überhaupt darüber sprechen, wie sie es als Frau geschafft habe, eine herausragende Führungsposition in der Wirtschaft zu erreichen. Rückblickend stellte sie zunächst fest, dass sie viele der klassischen Ratschläge der Personalberater nicht gefolgt sei. "Ich hatte keinen festen Karriereplan, nie. Vielmehr habe ich mich stets davon leiten lassen, was mir Spaß macht. Und ich bin bis heute stets einem Konzern treu geblieben. Auch davon raten viele Berater ja ausdrücklich ab."

Und dennoch, so Schäferkordt, habe es ja geklappt. "An dieser Stelle möchte ich vor allem den herausragenden Teams danken, mit denen ich über all die Jahre zusammenarbeite durfte. Fernsehen ist Teamarbeit!"

Welchen Ratschläge würde Anke Schäferkordt also heute an weibliche Nachwuchsmanagerinnen geben? "Mehr Selbstvertrauen! Glaubt an Euch selber, traut Euch etwas zu – denn an dieser Haltung fehlt es uns Frauen manchmal ein bisschen. Und ich bin tatsächlich mit etwas westfälischer Sturheit sehr gut gefahren. Wenn etwas beim ersten Mal nicht klappt: nicht aufgeben, sondern weitermachen! Auch wenn es einen zweiten oder dritten Anlauf erfordert."

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