Gleichberechtigung: Kuriose Sprachempfehlungen der Düsseldorfer Gleichstellungsbeauftragten

Gehen diese Forderungen zu weit?

Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein - auch wenn die Emanzipation in manchen Bereichen noch zu wünschen übrig lässt. Einige Forderungen im Namen der Gleichberechtigung sind allerdings etwas kurios. Elisabeth Wilfart, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Düsseldorf, empfiehlt nun, dass man zukünftig das Wort 'Team' benutzt anstatt 'Mannschaft'. Auch Redewendungen wie 'Not am Mann' sollten lieber vermieden werden. Besser spricht man von einem 'Engpass'.

Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau
Der ewige Kampf um die Emanzipation der Frau: Wie emanzipiert sind wir?

In der Broschüre 'Arbeitshilfe für geschlechtergerechtes Formulieren' fordert Wilfart einen bewussteren Umgang mit der Sprache: "Beide Geschlechter sollen hör- und sichtbar gemacht werden, so dass ein Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern hergestellt wird." Empfehlungen werden direkt mitgeliefert: Der Begriff 'Heulsuse' soll durch 'Person, die viel weint' ersetzt werden, 'Mädchenname' sei durch 'Geburtsname' zu ersetzen, anstatt von einem 'alten Hasen' spricht man besser von einer 'Fachkraft', eine 'graue Maus' soll man als 'unscheinbare Person' beschreiben und anstelle von einem 'Jungspund' spricht man besser von einem 'unreifen Menschen'. Hintergrund dieser Formulierungsvorschläge ist, dass unsere Sprache zu männlich sei und Frauen diskriminiere.

"Was ist mit dem Hampelmann oder dem Hornochsen? Die müssten ja dann auch geschlechtsneutral umformuliert werden. Das finde ich daneben und eher lächerlich", erklärt Walter Krämer vom 'Verein Deutsche Sprache'. Viele werden ihm da wohl zustimmen und sehen die Sprachempfehlungen wohl eher als 'Milchmädchenrechnung' - pardon, als 'naive Betrachtung'.

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