Glasknochenkrankheit: Mini-Familie beweist außergewöhnlichen Lebensmut

Familie Davert aus den USA lebt ein ungewöhnliches Leben

Wenn die 15-jährige Michaela Davert von sich und ihrer Familie ein Bild malt, dann sehen sie alle aus, wie eine ganz normale vierköpfige Familie. Ihre Mutter und ihr Vater, ihr Zwillingsbruder Austin und Michaela selbst: Alle haben lange Beine, einen gerade Rücken und keiner von ihnen braucht einen Rollstuhl. Die Wirklichkeit aber sieht etwas anders aus: Mama Melissa Davert hat die Glasknochenkrankheit, und ihre Kinder Michaela und Austin haben sie von ihr geerbt.

Glasknochenkrankheit: Mini-Familie beweist außergewöhnlichen Lebensmut
Mama Melissa Davert (43) und ihr Sohn Austin (15) haben jede Menge Spaß am Leben

Die Glasknochenkrankheit, unter der drei der vier Familienmitglieder leiden, ist ein äußert seltener genetischer Defekt. Die Knochen sind dabei wie aus Glas und können bei der kleinsten Belastung zerbrechen. Weder Melissa, noch Austin oder Michaela können ohne Hilfe laufen. Die drei sind außerdem kleinwüchsig, weshalb ihr Brustkorb und Rücken stark deformiert sind. Das führt dazu, dass sie unter ständigen Schmerzen leiden.

Obwohl ihre Krankheit unheilbar ist und sie eigentlich jeden Grund hätten, sich zu beschweren, leben die Daverts ein positives Leben. Die beiden Teenager Michaela und Austin haben Spaß an ihren Hobbys: Austin mag Sport und Michaelas Leidenschaft ist die Mode. Sie hat sogar ein eigenes Modevideo von sich im Internet, in dem sie ihre verschiedenen Outfits vorstellt.

Papa Ken Davert empfindet das Leben mit seiner Mini-Familie als ganz normal. Auch wenn er selbst nicht ganz gesund und in Denken und Bewegung eingeschränkt ist, weiß er, dass sie in vielerlei Hinsicht auf ihn angewiesen sind. In ihrem Zuhause sind viele Dinge auf die kleine Größe der Familie abgestimmt: Die Küche ist niedrig und alles ist im Miniaturformat gebaut. So ist es für Mama Melissa und ihre Kinder leicht zu erreichen.

Kinderwunsch war sehr riskant

Melissa und Ken wünschten sich unbedingt gemeinsame Kinder. Für die 43-jährige Melissa allerdings war dies mit hohen Risiken verbunden. "Es hätte meine Lungen und mein Herz zerquetschen können. Aber ich habe es geschafft – ich habe sogar Zwillinge bekommen", erzählt die Mini-Mama.

Auch Michaela und Austin haben trotz ihrer Handicaps große Ziele. "Man sollte keine Angst vor der Zukunft haben. Das bringt nichts. Es würde meine Lebensqualität nur einschränken", sagt Austin. Beide wollen nach ihrem Schulabschluss ausziehen und aufs College gehen. Alleine zu leben ist für sie eine große Herausforderung, doch davon lassen sich die beiden nicht abhalten.

Die kleine Minifamilie lebt ein zufriedenes und glückliches Leben. Denn obwohl sie nur halb so groß sind wie andere Menschen, haben sie die doppelte Kraft zum Glücklichsein.

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