LIEBE LIEBE

Glasknochen: Braut überrascht Bräutigam, indem sie zum Altar geht

Norman und Rebecca Dinsdale haben geheiratet.
Rebecca Dinsdale machte ihrem Ehemann das schönste Hochzeitsgeschenk. © Bulls | South West News Service, Lee Hatherall / SWNS, Lee Hatherall/SWNS/Bulls Press

"Für mich ist sie perfekt"

Für viele Bräute ist es wohl einer der schönsten Momente: ihrem Bräutigam entgegenzuschreiten. Und so besonders dieser Moment auch ist, für die meisten Bräute ist der Gang zum Altar ganz selbstverständlich. Aber nicht für Rebecca Dinsdale aus North Somerset in England. Die 31-Jährige hat Glasknochen und kann ohne Hilfe kaum gehen. Dass sie ihrem Ehemann Norman entgegen ging, war also alles andere als selbstverständlich - und für ihn das allerschönste Hochzeitsgeschenk.

Als Rebecca zur Welt kam, waren alle Knochen in ihrem Körper gebrochen, berichtet die 'Daily Mail'. Sie hat die Erberkrankung Osteogenesis imperfecta, die auch als Glasknochenkrankheit bezeichnet wird. Die Knochen der Betroffenen zerbrechen so leicht wie Glas und haben eine glasige Struktur. Die Ärzte bereiteten Rebeccas Eltern auf das Schlimmste vor und teilten mit, dass das Mädchen wahrscheinlich nur zwei Jahre leben würde. Außerdem vermuteten sie, dass sie ohne Hilfe niemals in der Lage sein werde, aufrecht zu sitzen oder zu gehen. Über die Jahre hatte Rebecca hunderte Knochenbrüche - manche wurden allein durch ein Niesen ausgelöst. Sie war so gebrechlich, dass ihre Eltern ihr den Spitznamen Porzellanpuppe gaben.

Umso stolzer und glücklicher war Rebeccas Vater Andrew Dixon, als er sie an ihrem großen Tag zum Altar führen konnte - es war der längste Weg, den Rebecca ohne Gehhilfe je bewältigt hat. Als ihr Bräutigam sie auf sich zugehen sah, war er vollkommen überwältigt. Denn der 35-Jährige hatte erwartet, dass sie im Rollstuhl zum Altar kommen werde. Doch das war nicht die einzige Überraschung, die Rebecca für den 35-Jährigen hatte: Als das frischverheiratete Paar den Hochzeitstanz absolvierte - und sie in seinen Armen aufrecht stehend tanzte - waren alle Hochzeitsgäste zu Tränen gerührt.

"Zum Altar zu gehen und dann noch zu tanzen, hat mich zwar vollkommen erschöpft, aber ich wollte unbedingt an mein Limit gehen", beschreibt Rebecca. "Norman hat erwartet, dass ich im Rollstuhl zum Altar kommen werde, aber ich wollte ihn überraschen." Und diese rührende Überraschung ist ihr auch geglückt: "Es war der schönste Tag in meinem Leben. Ich bin so glücklich, dass Becky meine Frau ist. Für mich ist ihre Behinderung kein Problem, es belastet unsere Beziehung auch nicht. Für mich ist sie perfekt", erklärt Norman. Seinen liebevollen Worten ist wohl nichts hinzuzufügen. Wir wünschen den beiden eine glückliche Ehe.

Anzeige