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Giftköder für Hunde wurde Felix (5) fast zum Verhängnis

Fallen mit Giftködern: Gefahr für Hunde und Kinder

Rasierklingen, Rattengift, Nägel - mit solchen Giftködern wollen Tierhasser Hunde töten. Dabei nehmen diese ohne Weiteres in Kauf, dass genau die Giftköder auch für Menschen tödlich sein können.

Gut getarnt sind diese in Fleischstücken auf der Wiese, im Sandkasten auf dem Spielplatz und sogar im Garten zu finden. Meist dienen Rattengifte, Schneckenkorn oder Rasierklingen dazu, die Hunde aus dem Weg zu schaffen. Was aber, wenn genau diese Giftköder aus Versehen von Kleinkindern gegessen werden? Wie leichtsinnig Hundehasser auch mit dem Leben von Kindern spielen, musste Lena Gährken aus Münster erfahren.

Hundeköder, die mit Schneckenkorn gespickt sind, verfärben sich blau und können so schon mal von einem kleinen Kind mit einem Bonbon verwechselt werden. Genau das ist jetzt dem fünfjährigen Felix passiert. Auf dem Spielplatz hielt er fälschlicher Weise den Giftköder für eine Süßigkeit. "Er ist auf einmal zusammengesackt, war kreidebleich, hatte weiße Lippen und war nicht mehr ansprechbar", erinnert sich seine Mutter Lena Gährken.

Wer steckt hinter der Tat?

Die in vielen Giftködern enthaltene Chemikalie Metaldehyd sorgt innerhalb von einer Stunde für starke Schäden im Gehirn. Während es bei Erwachsenen 'nur' für Erbrechen, Krämpfe und Durchfall sorgt, können Kleinkinder den Wirkungen des Giftes sogar erliegen. Felix' Mutter reagierte geistesgegenwärtig und verabreichte ihrem Sohn Kohletabletten und brachte ihn zum Erbrechen. Das Erbrechen rettete dem Kind wohl das Leben, allerdings konnte dadurch nicht nachgewiesen werden, um was für einen Stoff es sich bei dem Gift genau gehandelt hat.

Lena Gährken hat sofort Anzeige gegen unbekannt erstattet - doch weil die Behörden bisher nicht erfolgreich waren, hat sie die Punkt-12-Reporter um Hilfe gebeten. Haben Sie etwas Verdächtiges beobachtet? Der Vorfall ereignete sich am 18. April in Münster auf dem Spielplatz an der Südstraße.

Wir haben schon einige Hinweise bekommen, die vielleicht helfen könnten, den skrupellosen Täter im Fall Felix zu schnappen. Wenn Sie auch etwas beobachtet haben oder helfen wollen: Melden Sie sich mit dem Betreff 'Fall Felix' bei den Punkt-12-Reportern - am besten per E-Mail an Punkt12@RTL.de.

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