KOCHEN UND BACKEN KOCHEN UND BACKEN

Getestet: Tiefkühl-Nudelgerichte sind fiese Fettfallen

Nudelfertiggerichte im Test

Bami-Goreng, Penne mit Käsesoße oder Hühnchen: Das sind die Fertiggericht-Klassiker aus der Tiefkühltruhe. Wenn es mal schnell gehen muss, dann sind sie für mehr als die Hälfte der Deutschen eine prima Alternative zum Selberkochen. Doch schmecken sie wirklich? Und wie steht's um den Fettgehalt? Stiftung Warentest hat 24 Nudelfertiggerichte mal genauer unter die Lupe genommen – mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Stiftung Warentest hat tiefgekühlte Nudelpfannen getestet.
Stiftung Warentest hat tiefgekühlte Nudelpfannen getestet. Welche schmecken wirklich? © Fotolia

Beim Preis von 1,59 bis 8,45 Euro schmeckten den Testern längst nicht alle Nudelpfannen. "Fünf Gerichte schmecken zwar fast so gut wie selbstgekocht, aber es gibt auch Gerichte die in Geruch und Geschmack an Fertigsaucen erinnern oder wo Sojasauce alles überdeckt. Noch schlechter, da war das Fleisch alt und trocken, das Gemüse dumpf und bitter", sagt Swantje Waterstraat von Stiftung Warentest.

Nudelgerichte mit hohem Fettgehalt

Besonders der Fettgehalt gibt Anlass zu Kritik, so die Expertin: "Beim Fettgehalt muss man aufpassen, hier sind es bei 400 Gramm zwischen fünf bis 32 Gramm und je nachdem, ob man wie auf der Packung beschrieben noch Fett zugibt, kann das auf die Figur schlagen."

Dass so manche Nudelpfannen kaum gesundes Gemüse enthalten, sieht man schon, wenn man sich nur den Inhalt der Tüten genauer anschaut. Anders als auf der Packung haben sich in ein Testgericht gerade mal drei Fitzelchen Paprika und Zucchini verirrt. Dieses Nudelgericht hatte im Test auch die meisten Kalorien. Der relativ hohe Kaloriengehalt einer sahnigen Käsesauce ist sicher keine Überraschung, doch auch so manches Bami Goreng im Test war sehr fettig. Mit Öl angebraten kamen die Gerichte auf bis zu 650 Kalorien – das ist vergleichbar mit zwei Cheeseburgern oder einer Bratwust mit 100g Pommes. Der Blick auf die Zutatenliste schafft also Klarheit.

Sieger im Test waren Markenprodukte für zwei bis drei Euro. Überraschenderweise fanden die Tester in zwei Dritteln der Gerichte überhaupt keine Zusatzstoffe, Aromen waren nur dreimal zugesetzt.

Anzeige