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Gesundheitslexikon: Zyste

Zysten - die kleinen Hohlräume in unserem Körper

Kleine Hautknötchen sind schnell zu erkennen und meist harmloser Natur. Doch wachsen Zysten unbemerkt an Organen oder Knochen, können sich daraus Komplikationen ergeben. Was hat es mit den kleinen Gewebeverdichtungen auf sich?

Zysten können überall im Körper entstehen

Als Zyste (Cyste) wird ein kleiner Hohlraum bezeichnet, welcher überall im Körper entstehen kann. Dieser Hohlraum kann mit Gewebeflüssigkeit, Luft, Blut, Urin, Eiter, Schleim oder Talg angereichert sein. In sehr seltenen Fällen kann er von Parasiten befallen sein. Häufig ist von außen nicht ersichtlich, wie die Zyste von innen her aufgebaut ist. So kann der Hohlraum eine einzelne Kammer sein, aber auch mehrfach nebeneinander oder untereinander unterkammert sein. Zysten können in allen Bereichen des Körpers entstehen. Besonders häufig sind Zysten im Bereich der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut sowie in der weiblichen Brust. Viele Menschen kennen aber auch die Zystenbildung im Mund-Kiefer-Bereich, vor allem auftretend im Rahmen von Zahnsanierungen oder Wurzelbehandlungen. Zysten können aber auch an der Haut auftreten. Selbst die Organe können von Zysten befallen sein. Zysten an Leber, der Schilddrüse, Lunge oder der Niere fallen meist erst im Röntgenbild auf. Sie können außerdem zu schmerzhaften Beschwerden führen, wenn sie sich entlang einer Nervenbahn bilden. Eine Zyste kann sogar den Knochen befallen und so beispielsweise das Kniegelenk in seiner Bewegung einschränken.

Ursachen

Wenige Zysten sind angeboren und werden, da sie innerlich an Organen auftreten, zunächst nicht wahrgenommen. Treten dann Beschwerden auf, so weist das entsprechende Organ meist eine Vielzahl von Zysten auf.

Die meisten Zysten allerdings entstehen im Laufe des Lebens. Als Ursache vermutet man Verletzungen, vorangegangene Infektionen sowie ein Befall mit Parasiten. Diese Zysten treten typischerweise einzeln auf.

Symptome

Eine Zyste stellt immer eine gewisse Verdickung dar, insofern ist sie meist schon optisch oder haptisch zu erkennen. Zysten können zunächst die Größe eines Stecknadelkopfes haben und dann kontinuierlich wachsen. Manche Zysten verändern ihre Größe nicht, andere wiederum, vor allem wenn sie mit dem Lymphsystem verbunden sind, können in ihrer Größe wachsen oder schwanken. Für viele Menschen stellen Zysten eine ästhetische Beeinträchtigung dar, insofern sie an der Hautoberfläche auftreten. Wachsen Zysten an den Organen, Knochen oder Nerven, so kann es zu Druckschmerzen oder krampfartigen Schmerzen der betroffenen Partie kommen.

Diagnose

Im inneren des Körpers sind Zysten mittels Ultraschallgerät oder auf dem Röntgenbild zu erkennen. Ein erfahrener Chirurg kann eine Zyste am Knochen auch durch Abtasten erkennen. Sehr große Zysten können punktiert und danach klassifiziert werden.

Behandlung

Verursacht eine Zyste keine Beschwerden, so ist nicht in jedem Fall eine Behandlung notwendig. Manche Zysten verschwinden genau so unauffällig, wie sie entstanden sind.

Ist eine Behandlung notwendig, weil Schmerzen entstehen oder eine Bewegungseinschränkung vorliegt, so kann die Zyste im Rahmen einer kleinen Operation von einem Chirurgen leicht herausgeschält werden. Diesen Eingriff nennt man Zystektomie.

Vorbeugung

Da man nicht genau weiß, was konkret eine Zyste austreiben lässt, tut sich die Medizin mit vorbeugenden Empfehlungen schwer. In der Alternativmedizin geht man davon aus, dass Zysten ein Symptom eines verhinderten Flüssigkeitsabflusses sein könnten. Dafür spricht, dass sich Zysten häufig an Stellen bilden, die stark von den Lymphbahnen des Körpers beeinflusst sind. Daher raten Alternativmediziner eher zu einem kontrollierten Beobachten der Zyste und empfehlen den Patienten ausgleichende Übungen, um die Energiebahnen des Körpers wieder zu harmonisieren und den Lymphfluss anzuregen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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