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Gesundheitslexikon: Zink

Zink

Zink ist ein Spurenelement und ein wahres Multitalent in unserem Organismus. Es ist im gesamten Körper an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und wichtig für das Immunsystem. Da eine Speicherung nur kurzzeitig möglich ist und der Körper nicht in der Lage ist, Zink selbst zu bilden, muss es von außen über die Nahrung zugeführt werden.

Wozu braucht der Körper Zink?

Zink hat vielfältige Aufgaben im Körper. Es ist bedeutsam für die Bildung der Geschlechts-, Schilddrüsen- und Wachstumshormone sowie des Insulins. Zudem schützt das Spurenelement die Zellen vor Schädigungen, die durch freie Radikale verursacht werden. Eine zentrale Rolle spielt es bei der Zellteilung – und damit auch für Wundheilung, Haut und Haare.

In welchen Lebensmitteln ist Zink enthalten?

Besonders tierische Nahrungsmittel wie Fisch und Meeresfrüchte sowie Fleisch sind reich an Zink. Dazu zählen vor allem Austern und die Leber vom Kalb, Rind oder Schwein. Als Vegetarier können Sie zum Beispiel zu Linsen, Erbsen, weißen Bohnen oder Haferflocken greifen. Auch Käse und Eier sind wichtige Zinklieferanten.

Wie hoch ist der Tagesbedarf?

Unter Ernährungswissenschaftlern gibt es unterschiedliche Meinungen über die Menge an Zink, die der Körper täglich benötigt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt die empfohlene tägliche Zinkzufuhr durch die Nahrung für Frauen – mit Ausnahme von Schwangeren und stillenden Frauen – bei sieben mg pro Tag, bei Männern bei zehn mg täglich.

Wie kann der Bedarf an Zink gedeckt werden?

Zink sollte vor allem über die Nahrung eingenommen werden. Tendenziell ist Zink aus tierischen Nahrungsmitteln besser verwertbar als aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Das liegt daran, dass die häufig enthaltene Phytinsäure die Aufnahme von Zink hemmt. Auch ein hoher Anteil an Ballaststoffen kann die Verwertbarkeit von Zink vermindern. Wenn Sie sich ausgewogen ernähren, wird der Zinkbedarf des Körpers in der Regel über das Essen abgedeckt. Allerdings kann es in bestimmten Fällen sinnvoll sein, Zink als Nahrungsergänzungsmittel zurückzuführen.

Wie äußert sich ein Zinkmangel?

Störungen des Zinkhaushalts machen sich vielfältig bemerkbar. Weiße Flecken auf den Fingernägeln können auf einen Zinkmangel hinweisen. Auch ein schlappes Immunsystem, Hautekzeme, diffuser Haarausfall oder ein unerfüllter Kinderwunsch können mit einem Mangel des Spurenelementes zusammenhängen.

Was passiert bei einer Zink-Überdosierung?

In der Praxis werden Zinkmangelzustände im Gegensatz zu Überdosierungen selten beobachtet. Ein Zuviel an Zink durch Lebensmittel ist kaum möglich. Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel ein, sollten Sie die Menge immer mit Ihrem Arzt absprechen. Bei längerfristiger Einnahme von Zink in hohen Dosierungen kann es zu Störungen der Kupfer- und Eisenaufnahme kommen sowie zu Beeinträchtigungen der Immunfunktion und Störungen des Fettstoffwechsels. Sehr hohe Zinkdosen können zu einer Zink-Intoxikation (Zinkvergiftung) führen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen. Die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht immer sinnvoll und kann Ihnen bei falscher Dosierung oder Kombination sogar schaden. Lassen Sie sich daher von einem Arzt oder Apotheker beraten. Schwangere sollten mit ihrem Frauenarzt sprechen. Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung oder Lebensweise.

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