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Gesundheitslexikon: Zahnmedizinische Prophylaxe

Zahnmedizinische Prophylaxe: Gute Zähne durch regelmäßige Pflege

Die Zähne auf Dauer gesund zu erhalten, ist relativ aufwändig und bedarf einer konsequenten und regelmäßigen Pflege. Trotzdem gibt es Stellen im Mundraum, die man auch mit erstklassiger Zahnbürste und Zahnseide nur sehr schwer oder gar nicht erreicht. So entstehen über kurz oder lang Karies und Parodontose und das Zahnfleisch kann sich entzünden. Besonders betroffen sind davon meistens die Weisheits- oder Backenzähne sowie die Zwischenräume der Zähne.

Gründliche Reinigung durch zahnmedizinische Prophylaxe

Durch eine regelmäßige und professionelle Zahnreinigung lassen sich solche Probleme vermeiden. Der Zahnarzt verwendet ganz spezielle Instrumente, um hartnäckigen Zahnbelag zu entfernen. So lassen sich Zahnerkrankungen minimieren.

Die Professionelle Zahnreinigung ist ein- bis zweimal im Jahr notwendig. Öfter sollte man eine intensive Reinigung der Zähne nur in Ausnahmefällen durchführen lassen. Starken Ablagerungen oder unschönen Verfärbungen können auch kürzere Zeitabstände erforderlich machen. Wer verstärkt an Karies- oder Parodontose leidet oder eine Zahnspange trägt, profitiert besonders von der PZR.

Zahnmedizinische Prophylaxe – das sind die Leistungen

Nach der gründlichen Untersuchung von Gebiss und Mundraum entscheidet der Zahnarzt über den weiteren Ablauf der Behandlung. Dann gibt er die entsprechenden Anweisungen an eine speziell ausgebildete Mitarbeiterin, sogenannte Prophylaxe-Assistentinnen oder Dental-Hygienikerinnen.

Zunächst werden weiche und harte Zahnbeläge entfernt. Das geschieht mittels Ultraschallgeräten, speziellen Handinstrumenten, aber auch mit Zahnseide und Bürste. Verfärbungen der Zähne werden mit Pulverstrahl-Geräten beseitigt und raue Stellen anschließend poliert. Dazu wird eine Paste benutzt, die Fluorid enthält. Neubildung von Zahnbelägen wird durch sie gemindert. Mit speziellen Schabern, auch Küretten genannt, werden die Zahnfleischtaschen gereinigt. Zum Schluss der Behandlung erhalten die Zähne durch ein fluoridhaltiges Gel einen Schutzfilm.

Eine professionelle Zahnreinigung dauert etwa eine Stunde.

Professionelle Zahnreinigung (PZR) – individuelle Gesundheitsleistung

Die Kosten für eine zahnmedizinische Prävention liegen zwischen 40 Euro und 150 Euro, manchmal wird es auch noch teurer. Einige gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich zumindest anteilig an den Kosten. Private Zahnzusatzversicherungen bieten mit verschiedenen Tarifen eine Kostenübernahme dieser Leistung an.

Zahnmedizinische Prävention – Risiken und Nebenwirkungen

Wer das Entfernen des Zahnsteins als unangenehm empfindet, kann eine Oberflächenanästhesie erhalten. Für Patienten mit Immunschwäche, Herzschrittmacher oder einer künstlichen Herzklappe ist das Risiko einer Infektion, die durch Bakterien ausgelöst werden kann, erhöht. Dem kann man mit der Gabe eines Antibiotikums vorbeugen.

Wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, muss ebenfalls vorsichtig sein und den Arzt rechtzeitig informieren. Zu beachten ist außerdem, dass durch die Behandlung Implantate verkratzt werden können. Die künstliche Fluoridierung der Zähne ist zudem vielen Naturheilkundigen ein Dorn im Auge. Wissenschaftlich ist eine Gefahr durch diese Behandlung zwar nicht erwiesen, doch es wird behauptet, dass synthetisch hergestelltes Fluorid im Körper toxisch wirkt. Prozesse des Stoffwechsels sollen dadurch blockiert werden, die das Immunsystem und die Leber schwer beeinträchtigen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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