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Gesundheitslexikon: Zahn (Zähne)

Zähne – wichtige Werkzeuge für Mensch und Tier

Zähne sind harte Gebilde im Mundraum, die in ihrer Gesamtheit als Gebiss bezeichnet werden. Die meisten Wirbeltiere, wie auch Menschen, verfügen über Zähne. In der Evolution traten sie zunächst bei Fischen und Landwirbeltieren auf. Die Zähne des Menschen haben sich aus den Schutzpanzern älterer Wirbeltiere entwickelt. Zähne haben die Funktion Nahrung zu ergreifen, zu zerkleinern und zu zermahlen. Zudem werden mithilfe der Zähne Laute zur Kommunikation gebildet. Weiterhin haben sie auch eine soziale Funktion, indem beispielsweise durch das Zeigen der Zähne beim Lächeln Freude und Zuneigung gezeigt werden können.

Aufbau und Arten von Zähnen

Ein echter Zahn hat eine Zahnkrone, einen Zahnhals und eine Zahnwurzel. Er besteht aus mehreren Schichten. Den Zahn umhüllt der Zahnschmelz, darunter befindet sich das Zahnbein, welches das Zahnmark umschließt. Um die Wurzel herum befindet sich Zahnzement, der von der Wurzelhaut umhüllt wird.

Generell muss zwischen echten und unechten (künstlichen) Zähnen unterschieden werden. Bei Säugetieren werden außerdem Milchzähne und bleibende Zähne unterschieden. Das Milchgebiss des Menschen umfasst 20 Zähne, die bereits im Kindesalter ausfallen und durch nachwachsende, bleibende Zähne ersetzt werden. Das Gebiss des Menschen umfasst 32 Zähne inklusive Weisheitszähne, die erst im fortgeschrittenen Alter durchbrechen. Das bleibende Gebiss wird unterteilt in Schneidezähne, Eckzähne, Vormahlzähne und Mahlzähne. Unechte Zähne werden in der modernen Zahnmedizin (Stomatologie) aus harten Materialien hergestellt und bilden Zahnersatz bei Verlust eines echten Zahns.

Wie sieht gute Zahnpflege aus?

Da die Zahnsubstanz irreparabel ist, muss ein Leben lang gut auf das Gebiss geachtet werden. Dazu gehört eine gründliche Zahnhygiene. Obwohl in Deutschland das Zähneputzen zur alltäglichen Körperhygiene gehört, sind Zahnkrankheiten weit verbreitet. Wichtig ist ein mehrmaliges tägliches Putzen der Zähne. Eine hochwertige Zahnbürste und fluoridhaltige Zahncremes entfernen Zahnbelag und schützen die Zähne vor Säureangriffen. Zudem wird der Zahnschmelz gehärtet. Dazu sollte auf ein zu festes Aufdrücken verzichtet werden, um den Abrieb des wertvollen Zahnschmelzes zu verhindern. Um die Zahnzwischenräume zu säubern, empfiehlt sich Zahnseide sowie eine antibakterielle Mundspüllösung. Das Auftragen von Zahngel einmal pro Woche, eine tägliche Reinigung der Zunge und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt fördern den Erhalt des Gebisses.

Welche Krankheiten können an den Zähnen auftreten?

Es kann zwischen Krankheiten der Zähne und des Zahnhalteapparates unterschieden werden. Die häufigste Zahnkrankheit beim Menschen ist die Karies bzw. Zahnfäule. Trotz Zahnpflege können die Zähne angegriffen werden. Die verbreitetste Erkrankung des Zahnhalteapparates ist die Paradontitis. Weiterhin kann sich an den Zähnen und Zahnhälsen Zahnstein bilden. Zurückzuführen sind diese Krankheiten auf Bakterien, die sich auf Zunge und Zahnbelag befinden und Entzündungen auslösen können. Zähne und Zahnfleisch können ohne Behandlung zerstört werden. Zwar gibt es moderne Behandlungsmethoden zur Behebung der Schäden, die ursprüngliche Zahnsubstanz kann jedoch nicht wieder hergestellt werden. Daher spielt die Mundhygiene eine sehr wichtige Rolle bei der Prävention.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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